Kreativpause

Anselm Reyle nimmt Auszeit

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"In dieser Pause möchte ich keine Ausstellungen machen und auch nichts mehr zum Verkauf produzieren", sagte Reyle im Interview mit Monopol, das in der Februar-Ausgabe am 30. Januar erscheint. "In der letzten Zeit kam ich mehr und mehr in die Position, Anfragen zu beantworten, auch um den Betrieb an sich zu finanzieren. Diese Form der Produktion begann mich allmählich etwas zu langweilen. Es wurde zu einer Art Firmenalltag – zumal auch die Anfragen zunehmend eindimensionaler wurden, ähnlich wie die Rezeption seitens der Medien."

Der 1970 in Tübingen geborene Künstler sorgte unter anderem für Aufsehen, weil seine Arbeiten vor sieben Jahr eine sehr rasche Preissteigerung auf dem secondary market erfuhren und auf Auktionen ein Vielfaches des Schätzpreises erzielten. Vorübergehend beschäftigte Reyle in seinem Atelier bis zu 50 Assistenten. Zuletzt waren Werke von ihm in Berlin in der Schau "BudeDameKönigAss" in der Neuen Nationalgalerie zu sehen.

"Im Moment möchte ich mir erstmal keine nächsten Ziele setzen. Ich gehe jedoch schon davon aus, weiterhin Künstler zu sein", sagte Anselm Reyle im Monopol-Interview. Seine Professur an der Hamburger Hochschule für bildende Künste wird er allerdings weiter innehaben.

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