Veranstaltung im Fridericianum Kassel

"New Fascism"-Symposium jetzt auf YouTube

Im Dezember diskutierten Didier Eribon, Wilhelm Heitmeyer, Chantal Mouffe und andere Intellektuelle neue Formen des Faschismus im Fridericianum Kassel. Eine Videodokumentation des Symposiums ist nun online

Die Schriftstellerin Irmgard Keun beschrieb in ihrem Buch "Nach Mitternacht" von 1937 die Flucht eines Liebespaares vor den Nazis. Angelehnt an den Roman hat die Künstlerin Loretta Fahrenholz den Film "Two A.M." gedreht, der in ihrer gleichnamigen Ausstellung im Kasseler Fridericianum zu sehen ist. Bei Fahrenholz verlaufen die Fronten durch die Familien und das Paar selbst: Einige können Gedanken lesen, andere nicht. Die "Watcher" handeln willkürlich, die Beobachteten geraten in existenzielle Bedrängnis, ohne dass Gefahr sichtbar würde. "Two A.M." funktioniert auch ohne Kenntnis der literarischen Vorlage – Drogen, Angst und Paranoia gab es im Naziregime und gibt es heute.

Im Rahmenprogramm der Schau fand im Dezember das Symposium "New Fascism" unter der Leitung der Fridericianum-Direktorin und Kuratorin Susanne Pfeffer statt. Internationale Gäste wie Franco "Bifi" Berardi, Wilhelm Heitmeyer, Chantal Moufee und Didier Eribon ("Rückkehr nach Reims") hielten Vorträge, die nun auf dem YouTube-Kanal des Fridericianum angesehen werden können.

Hier die Einleitung:

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