Kunstmarkt

Art Basel

Jenseits der Messehallen

Dass sich das herkömmliche Messemodell – Galerien bieten ihre Ware in monotonen Kojen feil – überlebt hat, ist keine neue Erkenntnis. Die Art Basel ist nicht nur die weltweit größte Messe; seit Jahren hat sie durch die Einführung neuer Sektoren wie der „Art Unlimited“ und ein umfangreiches Rahmenprogramm auch vorgemacht, wie man vom Image einer reinen Verkaufsschau wegkommt.

von sf
15.06.2010
John Bock  "Hysterie im Nonchalance", 2008, Video, 8 Minuten, Foto: Jan Windszus, courtesy: Klosterfelde, Berlin; Anton Kern, New York
John Bock "Hysterie im Nonchalance", 2008, Video, 8 Minuten, Foto: Jan Windszus, courtesy: Klosterfelde, Berlin; Anton Kern, New York

In diesem Jahr expandieren die Schweizer erneut – der Weg führt aus den Messehallen hinaus in den Stadtraum. Der in San Francisco lebende deutsche Kurator Jens Hoffmann hat einen sogenannten Art Parcours zusammengestellt, der an den Abenden des 18. und 19. Juni an unterschiedliche Orte Basels führt. John Bock wird als Fährmann Besucher über den Rhein schiffen und ihnen Seemannsgarn erzählen.

Die animierten Tonfiguren aus Nathalie Djurbergs neuem Claymation-Video bringen Splatter-Ästhetik und ein wenig Leben ins Naturhistorische Museum. Und Angela Bulloch bespielt das Münster – ihre direkt über dem Altar schwebende LED-Lichtbox zeigt einen Sternenhimmel als nahe, letztlich doch unerreichbare Verheißung. Mit dabei sind außerdem Martha Rosler, Damián Ortega und der junge Franzose Aurélien Froment, der Zaubertricks aufführt.

41. Art Basel, 16. bis 20. Juni. Informationen unter: www.artbasel.com

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