Vorstudien

Duopol Rauch & Strauß: Gemeinsames Buch

Bislang muß Botho Strauß keine hohe Meinung von Malern gehabt haben, jedenfalls läßt sich das aus seinem Buch „Das Partikular“ filtern.

01.03.2006

Dort schildert der Erzähler einen hageren Hünen am Rande des Zusammenbruchs, der nicht mehr zustandebringt als „etwas Unbestimmtes zwischen Paul Klee und Odilon Redon“. Inzwischen scheint sich der skeptische Blick auf die Malerei gewandelt zu haben, denn der scheue Uckermärker wird mit dem Leipziger Neo Rauch ein Duopol bilden. Zu sieben aktuellen Texten sollen sieben Lithographien entstehen. Rauch, der die Straußsche Sprache und dessen Fähigkeit schätzt, quer zum Zeitgeist zu liegen, spürt die Fallen im Projekt: „Botho Strauß entwirft Bilder, die mich als Maler unbedingt ansprechen. Das macht es mir zugleich schwer, die Texte zeichnerisch zu begleiten, weil die Versuchung viel zu groß ist, die bizarren Szenerien zu illustrieren. Das wäre natürlich dümmlich. Strauß ist nicht Mitglied dieser Betroffenheitszirkel, die je nach Bedarfslage ihre Reflexe zelebrieren, er ist der Künstler, der aus dem Unterholz heraus die Lichtung im Blick hat.“ Im Herbst wird das Kunstbüchlein im Kleinheinrich Verlag erscheinen.

ANZEIGE
AKTUELLES HEFT
Aktuelles Heft

Wie politisch ist die Kunst? Das Monopol-Spezial zur Berlin-Biennale

Kunststadt Berlin Wie geht es weiter? Das Galeristen-Streitgespräch

Gallery Weekend Julian Schnabel, Paul Graham, Kim Gordon u.v.m.

Mode Stil-Ikone Daphne Guinness

Monopol 05/2012
JETZT AM KIOSK, IM SHOP UND AUF DEM iPAD
Werden Sie Fan und folgen Sie uns
Fan Facebook
ANZEIGE