Apps für den Kunstrundgang
Pixeljagd
Kunst ist schön, macht aber viel Rennerei. Mobile Stadtführer schaffen Abhilfe
Um 1840, berichtet Walter Benjamin, gehörte es zum guten Ton, Schildkröten spazieren zu führen, damit man nur nicht zu schnell läuft. Um 2010 gilt das iPhone als elegant, und wenn es ihm noch mitteilt, wo es langgeht, dann kann sich auch der zeitgenössische Flaneur Zeit lassen.
Endlich gibt es auch Applikationen, die einen durch den Ausstellungsdschungel Berlins führen. Der Kurator und ehemalige Galerist Jan Winkelmann hat gemeinsam mit dem Sammler und Entwickler Ivo Wessel das Programm „Eyeout“ (www.eyeout.com) realisiert. Hiermit lässt sich nach Orten, Ausstellungen, Eröffnungen und Künstlern suchen. Die Software zeigt den eigenen Standort an und weist den Weg zur Kunst – was selbst für Profis Sinn ergibt, lieben es doch die hauptstädtischen Galerien, umzuziehen. Die 170 Ausstellungsorte zahlen dafür, dass sie in den Kalender aufgenommen werden. Für den Nutzer kostet die App einmalig 3,99 Euro.
Eine kostenlose Alternative zu diesem Berliner Produkt, das es übrigens seit Kurzem auch für Zürich gibt, bietet die Software „Artnear“ (www.hopnear.com/html/company/artnear.html) vom amerikanischen Anbieter Hopnear. Ein weiterer Vorteil: Es ist in noch mehr Metropolen einsetzbar. Auch gut für eine Grand Tour!
Weitere Informationen zum Art Forum Berlin 2010





