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Jean-Philippe Toussaint

In Frankreich sind seine Romane Bestseller, und auch die deutsche Kritik lag ihm für „Sich lieben“ oder „Der Photoapparat“ zu Füßen.

22.07.2010

Jean-Philippe Toussaint, 1957 in Belgien geboren, steht als Erzähler in der großen Tradition der französischen Sprachkünstler – und das Beste ist: Der Zidane-Fan ist Experte für Athletik, im Fußball wie in der Formel 1. Der Icherzähler seines bekannten Romans „Fernsehen“ zum Beispiel schaut für sein Leben gern Sport und leidet beträchtlich, als er sich selbst den TV-Konsum verbieten muss, um ein Buch über – ausgerechnet – Tizian fertig zu schreiben. Für Monopol dagegen durfte der belgische Schriftsteller und Filmemacher eine Liaison von Kunst und Sport genießen: Wir baten ihn, das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu besuchen, wo Jeff Koons das von ihm gestaltete Art-Car ins Rennen schickte. Toussaint bekam einen Brummschädel vor lauter Lärm, stellte fest, dass es in der französischen Provinz aussieht wie in einem Chabrol-Film und beobachtete einen Rennwagen, „bunt wie Drops, die horizontal in der Nacht dahinsausen“: Seine literarische Reportage lesen Sie von Seite 56 an.

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