Regimegegner projiziert Ai Weiwei an chinesisches Konsulat
New York (dpa) - Als Protest gegen die Inhaftierung von Ai Weiwei hat ein Regimegegner ein gewaltiges Porträt des chinesischen Künstlers auf die Fassade von Pekings Konsulat in New York projiziert.
Mit der Aktion «Nemesis Ai Weiwei» wollte er gegen die Festnahme des Chinesen protestieren, sagte der Kubaner Geandy Pavon dem Kunstblog «hyperallergic.com».
«Ich komme selbst aus einem totalitären Land und musste meine Heimat wegen meiner politischen Ansichten verlassen», sagte der Künstler. Er habe das Projekt nicht angekündigt, weil die chinesischen Wachmänner es sonst mit Scheinwerfern vereitelt hätten. So habe er am vergangenen Freitag mit einem Projektor und einer Autobatterie an der 12th Avenue gestanden und das gewaltige Bild an die Hauswand projiziert. In einem Video zeigen sich vorbeikommende Radfahrer begeistert von der Aktion.
Ai sitzt seit knapp zwei Monaten in Haft. Das Regime wirft ihm Steuerhinterziehung vor. Pavon sagte, er fühle sich als Regimekritiker mit Ai verbunden. Die Idee, das Bild des Chinesen gut zehn Stockwerke hoch auf die Hauswand zu werfen, habe auf der Hand gelegen. «Ich glaube, dass diese Wand einzig für die Projektion gebaut wurde. Sie ist perfekt!»
http://www.youtube.com/watch?v=yVYvPRM7fQI
- Ai Weiwei (Künstlerdatenbank)
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