Vor dem Ende des Hausarrests
Ai Weiwei wirft Peking erneut Verletzung der Menschenrechte vor
Das Ende seines Hausarrests rückt näher. Das hält Chinas bekanntesten Gegenwartskünstler nicht davon ab, seine Regierung zu kritisieren. Bei der 43. Art Basel gehört der abwesende Ai Weiwei zu den Stars
Basel (dpa) - Wenige Tage vor dem Ende eines einjährigen Hausarrests hat der chinesische Künstler und Politaktivist Ai Weiwei erneut Vorwürfe gegen die Regierung seines Landes erhoben. In China seien immer noch «jeden Tag Verletzungen der Menschenrechte zu beobachten», erklärte er Sonntagabend in einer Videobotschaft.
Die Herrschenden in Peking versuchten, «die sogenannte Stabilität aufrecht zu erhalten, um ihre eigenen Interessen zu schützen», sagte der 55-jährige. Die Video-Botschaft des international bekanntesten Gegenwartskünstlers Chinas wurde nach einer Sondervorführung des Dokumentarfilms «Ai Weiwei - Never Sorry» durch die Initiative «Cinema for Peace» in Basel gezeigt.
Anlass war die 43. Art Basel. Die weltweit bedeutendste Kunstmesse öffnet an diesem Dienstag (12. Juni) ihre Pforten für Fachbesucher sowie vom 14. bis 17. Juni für die Öffentlichkeit. Galerien aus 36 Ländern bieten dabei Hunderte Werke von Künstlern der Moderne bis hin zur Avantgarde der Gegenwartskunst an. Ai Weiwei ist unter anderem mit der Installation «258 Fake» vertreten, bei der auf zwölf Monitoren Bilder eingespielt werden, die er den vergangenen Jahren aufgenommen und publiziert hat.
In seiner Botschaft an die Besucher der Filmpremiere - unter ihnen viele Künstler und Galeristen - sagte Ai Weiwei, die Freiheit der Meinungsäußerung sei für ihn eine «sehr sinnliche Voraussetzung, um Kunst zu schaffen». Sie sei ebenso «grundlegend wichtig für mein Leben». Mit dem Hausarrest versuchten die Machthaber in China «mich zu bestrafen, weil ich die Verletzung der grundlegenden Menschenrechte und der grundlegenden Freiheiten kritisiere».
In der Erwiderung im Namen von «Cinema for Peace» versicherte US-Schauspielerin Susan Sarandon: «Wir sind solidarisch mit Dir und wir hoffen, Dich bald in Freiheit zu sehen.»
Ai Weiwei war im April 2011 festgenommen und nach 81 Tagen Haft für ein Jahr unter Hausarrest gestellt worden. Dieser endet offiziell am 22. Juni. Ob er danach tatsächlich für eine Gastprofessur an der Berliner Universität der Künste ausreisen darf, gilt bislang als unklar.
Der Dokumentarfilm «Ai Weiwei - Never Sorry» der amerikanischen Journalistin Alison Klayman, die den Künstler drei Jahre lang mit der Kamera begleitete, kommt am 14. Juni auch in deutsche Kinos.
- Ai Weiwei (Künstlerdatenbank)
Ai Weiwei bewundert die Deutschen
Ai Weiwei macht Heavy-Metal-Album
Ai Weiwei lobt Deutschlands Einsatz für Menschenrechte
Ai Weiwei plant Zeltstadt im Ruhrgebiet
Gropius-Bau plant große Ausstellung mit Ai Weiwei
Ai Weiwei kritisiert Nobelpreis für Yan
Ai Weiwei verliert Lizenz für sein Unternehmen
Ai Weiwei erneut mit Einspruch gegen Steuerstrafe gescheitert
Ai Weiwei freut sich über Einladung in Deutschen Pavillon
China-Besuch der Kanzlerin: Ai Weiwei hofft auf Hilfe
Protestaktion für Ai Weiwei an documenta-Kunstwerk in Kassel
Ai Weiwei darf China nicht verlassen
Polizei hindert Ai Weiwei an Prozessteilnahme
"Wie aufrichtig ist Ai Weiwei?"
Graben in der Vergangenheit
Universität der Künste Berlin bereitet sich auf Ai Weiwei vor
Ai Weiwei kritisiert «Kunst der Aufklärung»
Niemals schachmatt
Ai Weiwei nach Steinwürfen erneut im Verhör
Das war das Kunstjahr 2011
Fans protestieren mit Nacktfotos
Ai Weiwei: Zahlung für Strafbefehl gescheitert
Chinesisch für Anfänger
Ai Weiwei am einflussreichsten in der Kunstwelt
Neues Symbol für Menschenrechte: Taube in UN-Blau
Wohin am Wochenende?
Dresden bekommt Selbstbildnisse von Ai Weiwei
Ai Weiwei meldet sich zurück
„Als Künstler ist er völlig uninteressant“
Chinesische Künstler und Intellektuelle in Haft
«Free Ai Weiwei»-Schriftzug auf Kunsthaus Bregenz
Herta Müller liest für faire Behandlung von Ai Weiwei
Protest in Berlin gegen Ai Weiweis Verhaftung
"Mir geht es gut"
Wie geht es weiter mit Ai Weiwei?
Ai Weiwei könnte Thema bei deutsch-chinesischen Regierungstreffen werden
Es war einmal
Henkel vermisst Einsatz der Wirtschaft für Ai Weiwei
Regimegegner projiziert Ai Weiwei an chinesisches Konsulat
China kritisiert deutsche Medien wegen Ai Weiwei
Ai Weiwei zum Mitglied der Akademie der Künste gewählt
Max Hollein kritisiert Pekinger Ausstellung
New York zeigt Skulptur von Ai Weiwei
Westerwelle kommt zur Eröffnung der Ai-Weiwei-Ausstellung
Lehmbruck Museum demonstriert für Ai Weiwei
Performance für Ai: Hamish Fulton in der Tate
Tausende fordern in Hongkong Freilassung von Ai Weiwei
Tilman Spengler: Westen ist «Meister der Nichteinmischung»
Protest für Ai Weiwei
Amnesty International verlangt Freilassung von Ai Weiwei
Weltweite Protestaktion für Freilassung Ai Weiweis
Aufklärungsausstellung in China ein Flop
Martin Roth wehrt sich: Dialog mit China sinnvoll
Kasper König: In Peking ist «was schief gelaufen»
Chris Dercon fordert mehr Einsatz für Ai Weiwei
Ermittlungen gegen Ai ausgeweitet - Kritik der EU
Guggenheim startet Petition für Ai Weiwei
Nach Ai Weiwei-Festnahme: Haus der Kunst kritisiert Museen
Ermittlungen gegen Ai Weiwei wegen «Wirtschaftsverbrechen»
„Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“
Hoffnungsschimmer
Die Trauben hängen hoch
KNIETIEF IM DISPO
Bilder des Zusammenhalts
Nach dem Hype
Große Geschichten - Künstlerdatenbank: alle Künstler in der Übersicht
Go West! Wo Berlins Zukunft liegt. Der Westen der Stadt erfindet sich neu
James Turrell Im Rausch des Lichts: Eine Reise in den Dschungel
Metahaven Das Amsterdamer Büro für Gestaltung erklärt Corporate Design für überflüssig
Die neue Lust am Handwerk Die Grenzen zwischen Handwerk, Design und Kunst verwischen, aber wo bleibt die gesellschaftliche Utopie?
Portfolio Candida Höfer Eine frühe Schwarz-Weiß-Serie zeigt die Künstlerin als Reisefotografin




