Künstler in Tunis bei Ausschreitungen verletzt
Wie die Tunesische Vereinigung für Kunst, Kultur und Freiheit berichtet, wurden bei Ausschreitungen in der tunesischen Hauptstadt Tunis zahlreiche Künstler verletzt.
Am letzten Tag einer Veranstaltungsreihe, dem "10. Frühling der Künste", sei ein Gerichtsvollzieher in eine Kunstausstellung gekommen und habe Bilder von den ausgestellten Werken gemacht. Später habe er sie in einer Moschee gezeigt. Unter den Werken gab es eine Karikatur eines bärtigen Mannes, eine Installation, die gesteinigte Frauen abbildet und weitere kritische Arbeiten. Auf zahlreichen pro-islamistischen Facebook-Seiten sollen diese Bilder veröffentlicht worden sein und somit die Ausschreitungen provoziert haben.
Die Tunesische Vereinigung berichtet in einer Pressemitteilung über die Zerstörung der Werke, aber auch von Morddrohungen, die die Künstler erreicht haben sollen. Ferner, dass es einen Toten und zahlreiche Verletzte gebe. Die Reaktion der Regierung beschränke sich darauf, die fraglichen Werke auf einen Index gesetzt und den Ausstellungsort gesperrt zu haben.
Die Tunesische Vereinigung ruft daher in einer Online-Petition dazu auf, sich gegen die Regierung und gegen die „Lynchjustiz des salafistischen Mobs“ zur Wehr zu setzen. (monopol)
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