Internationale Pressestimmen zur Documenta
"Unvergessliche Momente" - "Zu kurz gegriffen"
Die deutschen Medien haben die 13. Documenta überraschend positiv besprochen. Wie bewerten Kritiker aus dem Ausland die Weltkunstschau?
"Die Documenta ist voll von diesen Brüchen: neue und alte Dinge, das Lebende und der Tod, Geheimnisse und Krisen. (…) Die aktuelle Documenta hat ein paar unvergessliche Momente, Konfrontationen, die mich packen, Spekulationen, die mich aus der Fassung bringen, Orte (und Kunstwerke), die mich verfolgen ..."
(Adrian Searle, "The Guardian")
"Es ist nicht ganz klar, wie oft wir noch daran erinnert werden müssen, dass wirklich alles Kunst sein kann, aber gut. Der Punkt bei dem Ganzen scheint zu sein, dass Carolyn Christov-Bakargiev mehr an Kreativität im Allgemeinen, als speziell an Kunst interessiert ist."
(Roberta Smith, "New York Times")
„Diese Documenta ist von ihren Inhalten her eine Krisen-Documenta, die unterschiedlichste Szenarien reflektiert, von Bürgerkriegen über ökologische Katastrophen bis hin zum globalen Finanzdebakel. Nichtsdestotrotz ist sie voller Poesie, Präzision und Schönheit. Bestandsaufnahmen haben da ebenso Platz wie Utopien."
(Johanna Hofleitner, "Die Presse", Wien)
"Muss im Fridericianum den Physik-Recherchen eines Anton Zeilingers ein ganzer Raum gewidmet werden, damit wir überzeugt davon sind, dass unser Bezug zur Welt von den Wissenschaften beherrscht wird ? Wie bei Ryan Gander Wind durch Räume ziehen, nur um anzudeuten, dass Konzepte vermieden werden sollen, von denen wir annehmen, dass sie sich darin verstecken ? Das ist ein wenig zu kurz gegriffen."
(Philippe Dagen, "Le Monde", Paris)
"Es stört, dass der Kuratorin nicht auffällt, dass das Zensor-Gehabe, Grenz-Beharren und das Elitäre der Preview ihrem Konzept widerspricht."
(Anne Katrin Feßler, "Der Standard")
"Grob lässt sich die Documenta als die Olympischen Spiele der Kunstszene beschreiben. Die Teilnahme thailändischer Künstler zeigt die Wichtigkeit der thailändischen Kunst im Kontext der Entwicklung der weltweiten Kunst."
(Judha Suwanmongkol, "Bangkok post")
"So oder so, die Documenta bleibt eine einzigartige Veranstaltung, es ist der Versuch, den sich auflösenden Traum der Moderne zu dokumentieren."
(Jackie Wullschlager, "Financial Times")
"Es ist das erste Mal seit 20 Jahren, dass wieder ein koreanischer Künstler zur Documenta eingeladen worden ist, (…) einem der größten zeitgenössischen Festivals der Welt."
(Kwon Mee-yoo, "Korean Times")
"Die Documenta (…) legt ihren Schwerpunkt auf Frauen der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts, die auf unterschiedliche Art den Weg für zeitgenössische Künstler, die mit der Documenta assoziiert werden, geebnet haben."
(Marsha Lederman, "The Globe and Mail", Vancouver)
"Irgendwie scheint es bei der Veranstaltung um den Akt des Suchens selbst zu gehen und die Art, wie dem Besucher eine riesige Weite gegeben wird, um darin zu suchen."
(Blake Gopnik, "The Daily Beast")
Documenta, Kassel, bis 16. September. Monopol 6/2012 beschäftigt sich ausführlich mit der Documenta. Weitere Informationen, Neuigkeiten und Hintergründe finden Sie online in unserem Dossier zur Documenta
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