Preußenstiftung verteidigt Umbau der Berliner Museen
Berlin (dpa/bb) - Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat die Kritik an der Neugestaltung der Berliner Museumslandschaft «entschieden» zurückgewiesen.
Mit dem Plan, die Gemäldegalerie auf die Museumsinsel zu verlegen, werde die Sammlung Alter Meister aufgewertet, erklärte Stiftungspräsident Hermann Parzinger am Mittwoch. Im Gegenzug werde mit dem Aufbau einer «Galerie des 20. Jahrhunderts» am Ort der heutigen Gemäldegalerie das Kulturforum am Potsdamer Platz zum zentralen Ort der Moderne in Berlin. Dort befindet sich auch Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie.
Es sei aber eine «unumstößliche Grundvoraussetzung», dass die «Galerie des 20. Jahrhunderts» nur dann öffnen könne, wenn die Weichen für den Bau eines Ausstellungshauses für die Alten Meister gestellt seien, betonte Parzinger. Eine neue Gemäldegalerie soll in einer preußischen Kaserne neben dem Bode-Museum auf der Museumsinsel entstehen.
Gegen die Neugestaltung der Berliner Museen hatte unter anderem der Verband Deutscher Kunsthistoriker protestiert. Die Pläne, die Gemäldegalerie zugunsten der Privatsammlung Pietzsch mit Werken des 20. Jahrhunderts zu schließen, sei «unverantwortlich».
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