Chef des Mets begrüßt Umzug der Gemäldegalerie
Berlin (dpa) - Der Direktor des Metropolitan Museums in New York, Thomas P. Campbell, unterstützt die Pläne für den Umzug der Berliner Gemäldegalerie auf die Museumsinsel.
Das Vorhaben, die Werke der Alten Meister in das Bode-Museum umzusiedeln und den Bau der heutigen Gemäldegalerie am Kulturforum dem 20. Jahrhundert zu widmen, sei «mutig, logisch und vollkommen richtig», schrieb Campbell in einem Beitrag für die «Süddeutsche Zeitung» (Montag). Mit der Gemäldegalerie werde auf der Museumsinsel «die große Erzählung der visuellen Kultur von der Vorgeschichte bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein vollkommen erfahrbar sein», schrieb Campbell.
Das Bode-Museum werde damit ein Pendant zum Humboldtforum mit seinen Kollektionen nicht-westlicher Kunst sein. Schon wegen der Dimensionen sei es sinnvoll, im modernen Bau der heutigen Gemäldegalerie die Moderne zu präsentieren. Auch wenn die klassischen Gemälde dafür wegen des Umzugs für kurze Zeit im Depot untergebracht werden müssten - der kurzfristige Verzicht wäre ein langfristiger Gewinn für Berlin und die Welt, schrieb Campbell.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatte zehn Millionen Euro für den Umbau der Gemäldegalerie als Haus der Moderne zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung für den Ausbau des Bode-Museums ist noch offen. Gegen den Umzug der eigens für die Alten Meister gebauten Gemäldegalerie gibt es heftige Proteste, unter anderem von Kunsthistorikern und Museumsfachleuten.
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