Käthe-Kollwitz-Preis für Douglas Gordon
Mehr Intensität!
Der schottische Künstler Douglas Gordon erhält am Freitag in Berlin den Käthe-Kollwitz-Preis
Vielleicht geht es am Ende ja wirklich nur darum, dem Leben mehr Intensität abzugewinnen. Wer je dabei war, wie Douglas Gordon in einer Unterhaltung blitzschnell (und in Saallautstärke) von einem guten Gedanken zum nächsten kam, von Murnau schwärmte oder vom Essen beim Eckitaliener, wird im maximalen Lustgewinn jedenfalls ein Leitmotiv des seit Jahren in Berlin beheimateten schottischen Künstlers ausmachen.
Gordon wurde berühmt, als er den Hitchcock-Klassiker „Psycho“ auf 24 Stunden dehnte (und damit den wohl längsten Suspense der Filmgeschichte lieferte). Am 14. September wird Gordon der mit 12.000 Euro dotierte Käthe-Kollwitz-Preis der Berliner Akademie der Künste überreicht. Als Vertreter der jüngeren Generation habe der 1966 in Glasgow geborene Gordon der Medienkunst entscheidende Impulse gegeben, teilte die Akademie mit. 1996 wurde Gordon mit dem Turner Preis ausgezeichnet.
Gordon sei vor allem daran interessiert, die Erzählstrukturen des gängigen Kinos aufzubrechen und sucht nach neuen Möglichkeiten, sich an Filmen berauschen zu lassen. Der Schotte beteiligte sich international an mehreren Ausstellungen, darunter an der Biennale in Venedig, der Tate Triennial und der Manifesta. Einzelausstellungen bestritt er unter anderem im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und der Kunstmesse Wolfsburg.
Im Hanseatenweg zeigt er in der Preisträgerausstellung auf 93 Fernsehern seine Filme, die ab dem Jahre 1992 entstanden: die Installation „Pretty much every film and video work from about 1992 until now“. Wir gratulieren und heben das Glas! (monopol/dpa)
Akademie der Künste, Berlin. Preisverleihung: 14.9., 19 Uhr, Hanseatenweg. Ausstellung: bis 4. November
Sind wir so?
Malerei aus Deutschland: schwermütig und düster.
Stimmt das oder ist
es ein Vorurteil
Manfred Kuttner Er war Mitbegründer des
"Kapitalistischen Realismus", dann wurde er vergessen. Jetzt folgt die Renaissance des Malers
Portfolio: Philip-Lorca diCorcia Der
amerikanische Fotograf hat sich auf die Spuren von John Steinbeck
begeben und stellt mit "East of Eden" einen neuen Bilderzyklus vor
Ab nach ... Zürich und Basel Wohin beim
Galerienwochenende in Zürich und während der Art Basel? Außerdem:
Maurizio Cattelan meldet sich mit einer Soloschau in der Fondation
Beyeler zurück - ein Interview. Und: Kuratorin Beatrix Ruf über ihr
neues Projekt POOL
Zusätzlich in dieser Ausgabe: Unser Sonderheft zur Biennale Venedig Das Magazin zur Kunstschau des Jahres. Porträt: Anri Sala. Der Künstler stellt im deutschen Pavillon aus. Plus: Massimiliano Gioni, Ai Weiwei


