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Künstler-Rochade auf der Venedig-Biennale 2013

Deutschland und Frankreich tauschen Pavillons

Auf der Venedig-Biennale 2013 wird Deutschland den französischen und Frankreich den deutschen Pavillon bespielen

19.11.2012
Susanne Gaensheimer, Direktorin des Museums für Moderne Kunst und Kuratorin des deutschen Pavillons (Foto: dpa)
Susanne Gaensheimer, Direktorin des Museums für Moderne Kunst und Kuratorin des deutschen Pavillons (Foto: dpa)

Christine Macel, die Kuratorin des Französischen Pavillons, und Susanne Gaensheimer als die Kuratorin des Deutschen Pavillons haben sich entschlossen, für die 55. Kunstbiennale von Venedig die Ausstellungsräume zu tauschen. Anri Sala, von französischer Seite ausgewählt, wird also im Deutschen Pavillon ausstellen, Ai Weiwei, Romuald Karmakar, Santu Mofokeng und Dayanita Singh, die Deutschland vertreten, bespielen den französischen Pavillon.
Wie Markus Müller, Pressesprecher des Deutschen Pavillons, heute mitteile, kam die Initiative zu der Rochade von Seiten der Außenministerien der beiden Ländern. Nach sehr konstruktiven Gesprächen und zahlreichen Ortsbegehungen in Venedig hätten alle Beteiligten dem Vorschlag zugestimmt.

Grundlegend für die Entscheidung sei gewesen, dass in der Arbeitsrealität der Kunstwelt heutzutage internationale Kooperation und Kommunikation eine Selbstverständlichkeit geworden seien – eine Kunstwelt, die sehr viel stärker vom Dialog zwischen kulturellen Sphären als von der Undurchlässigkeit nationaler Grenzen bestimmt sei. "Es sind diese transnationalen Alltagsrealitäten, die zeigen, dass die zeitgenössische Kunstwelt europäische Kulturen tatsächlich in ein größeres, internationales Netzwerk einbindet. Die Kuratoren und die Künstler fühlen sich der Idee einer gemeinsamen europäischen Kultur innerhalb eines größeren Bezugssystems einer globalen kulturellen Gemeinschaft verpflichtet", heißt es in der Pressemitteilung.

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