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Russland fordert Ende von Beutekunst-Diskussion

Moskau (dpa) - Im Streit um russische Beutekunst aus Deutschland hat die Moskauer Führung ein Ende der Diskussionen gefordert.

22.11.2012

«Was geschehen ist, ist geschehen», sagte Kulturminister Wladimir Medinski am Donnerstag auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur. Die Frage der verschleppten Kulturgüter - aus welchem Krieg auch immer - sei sehr schmerzhaft und sollte mit Vorsicht behandelt werden. Es sei besser, das Thema ruhen zu lassen. Andernfalls stelle sich auch die Frage nach der Rückgabe von Kunstschätzen aus britischen oder französischen Museen, sagte Medinski. Für Deutschland ist die Beutekunst eines der wichtigsten Probleme im bilateralen Verhältnis.

Die Bundesregierung beklagt seit langem einen Stillstand in den Verhandlungen. Russland sieht Beutekunst wie die Troja-Funde von Heinrich Schliemann oder den Eberswalder Goldschatz als Wiedergutmachung für Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Großteil der auf sowjetischen Befehl abtransportierten Kunstschätze lagert im Moskauer Puschkin-Museum. Nach Expertenschätzungen befinden sich in russischen Depots insgesamt rund eine Million Objekte.

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