Interpol

„Pixar. 25 Years of Animation“

Der Animierbetrieb

Nicht ohne meine Pastellkreide: Eine „Pixar“-Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

von Jens Hinrichsen
27.01.2013

Alles fing mit einem Dinosaurier an: Gertie, die erste Zeichentrickfigur, zeigte in einem Film von 1914 Kunststücke. 80 Jahre später brachte das Studio Pixar „Toy Story“ heraus, den ersten vollständig computeranimierten Film. Kassenschlager wie „Findet Nemo“, „Ratatouille“ oder „Cars“ schlossen sich an. Mit der Ausstellung „Pixar. 25 Years of Animation“ zeigt das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe nun, dass die Bilder auch im Digitalzeitalter ohne Pastellkreide oder Töpferscheibe kaum laufen würden.

Die Schau war vorher in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen, deren damaliger Direktor Robert Fleck nach einer Anselm-Kiefer-Präsentation aus nur einer Privatsammlung in die Defensive geraten war. Die „Pixar“-Schau sei nicht kommerziell, betonte Fleck, sondern sein Haus betrachte nun mal moderne Bildwelten, vor allem, wenn sich dort Revolutionen ereigneten.

Am Beispiel der heute zum Disney-Konzern gehörenden Pixar-Studios veranschaulichen nun in Hamburg über 500 Exponate, darunter Skizzen, Grafiken, Skulpturen, Medieninstallationen, Touchscreens und Kurzfilme den vertrackten Weg zur Entstehung popkultureller Werke. Zu den Höhepunkten zählt ein Zoetrop. Dieses dreidimensionale Daumenkino veranschaulicht das Grundprinzip der Animation, das schon die gute alte Gertie zur Kunstturnerin werden ließ.

„Pixar. 25 Years of Animation“, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, 27. Januar bis 12. Mai

Dieser Artikel erschien in Ausgabe 02/2013. Sie können das Heft hier bestellen.

ANZEIGE
AKTUELLES HEFT
Aktuelles Heft

Gangster oder Galerist? Warum Kunsthändler im Film solche Schlitzohren sind - und was das mit der Wirklichkeit zu tun hat

Künstlerroman von Friedrich Kunath 24 Sonnen-Untergänge für die kalten Tage: Grüße von der amerikanischen Westküste

Julian Charrière Der Künstler der Generation Smartphone, der zur Materie zurückkehrt und der Kunst wieder Bodenhaftung verschafft, im Porträt

Narrative Spaces Räume, die menschenleer sind und doch nicht stumm: Was ist das für eine Art von Kunst? Eine Entdeckungsreise durch die neuen "narrative spaces"

Ab nach Genf Die Kunstmesse am Genfersee wird so klein und fein wie die Stadt, die sie beherbergt

Was macht die Kunst, Deichkind? Die Hamburger Remmi-Demmi-Band gibt Auskunft

Monopol 02/2015
AM KIOSK
AUF DEM iPAD
IM SHOP
ALS ePaper
ANZEIGE