Parzinger: Keine Mehrkosten für Bundeshaushalt durch Museen
Berlin (dpa) - Die Mehrkosten für Bauprojekte auf der Berliner Museumsinsel sollen nach Angaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht den Steuerzahler belasten.
Die Stiftung werde keinen Antrag auf zusätzliche Mittel aus dem Bundeshaushalt stellen, teilte Stiftungspräsident Hermann Parzinger am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa mit. «Die Kosten werden vielmehr aus dem Bauhaushalt der Stiftung durch eine veränderte Priorisierung bei der Ablaufplanung der Bauvorhaben finanziert werden.»
Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass das geplante neue Empfangsgebäude («James-Simon-Galerie») sowie die Sanierung des Pergamon-Museums teurer werden als geplant. Konkrete Zahlen gab es zunächst nicht. Zudem verschiebt sich die eigentlich für nächstes Jahr geplante Eröffnung des Empfangsgebäudes um mindestens drei Jahre voraussichtlich auf 2017.
Die Fertigstellung des Gesamtensembles Museumsinsel werde dadurch nicht beeinträchtigt, betonte Parzinger. «Die James-Simon-Galerie ist ein Sonderfall.» Der Baugrund dort sei weitaus schwieriger als nach einem Gutachten zu erwarten. Zudem hätten die Kündigung der ausführenden Spezialfirma und der notwendige Neuauftrag an ein anderes Unternehmen die Verzögerung im Bauablauf und Mehrkosten unvermeidbar gemacht.
Ausdrücklich verwies der Stiftungspräsident darauf, dass alle bisherigen Bauprojekte auf der Museumsinsel im Kosten- und Zeitrahmen geblieben seien. Das 2009 wiedereröffnete Neue Museum habe sogar 40 Millionen Euro weniger gekostet als veranschlagt. Die Stiftung ist als Eigentümerin für die Museumsinsel mit ihren insgesamt fünf Häusern verantwortlich.
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