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Wolfgang Ullrich

Vor zehn Jahren fiel ihm auf, dass dieselben Arbeiten von Günther Uecker in Katalogen sehr unterschiedlich aussahen.

01.05.2009

Man hätte meinen können, es seien jeweils neue Werke. „Plötzlich wurden mir die Möglichkeiten bewusst, mit der Reproduktion auch eine Neudeutung vorzunehmen“, sagt der Münchner, der in Karlsruhe Kunstwissenschaft und Medientheorie lehrt. Nun veröffentlicht er den Band „Raffinierte Kunst. Übung vor Reproduktionen“, in dem er versucht, die Fixierung auf Originale zu relativieren. Solche Furchtlosigkeit im Umgang mit dem Metier findet der Leser häufig bei Wolfgang Ullrich, der auch als Unternehmensberater arbeitet: Objekte und Bilder werden für ihn erst recht interessant, wenn sie nicht in Museen, sondern in Kaufhäusern oder Banken präsentiert werden. Für Monopol brachte er den Problemkreis seines aktuellen Buchs in einem Essay auf den Punkt – und relativierte sich dabei selbst: Er kopierte keinen seiner bereits gedruckten Sätze (ab Seite 80).

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