Gehen und sehen: Die Pavillons - Hongkong
Wie lange dauert es, bis man eine Einzimmerwohnung mit seiner eigenen Atemluft komplett ausgefüllt hat? Pak Sheung Chuen aus Hongkong hat es ausprobiert.
Er atmete ständig in Plastiktüten aus. Nach zehn Tagen war die Wohnung voll Tüten: voll mit gelebtem Leben. Ein anderes Mal sammelte er alle Bücher aus einer Bibliothek, in denen das Meer abgebildet war, zu einem großen Bild und maß dessen Größe. Oder er wartete an einem Ort in der Stadt, bis – zufällig – ein Freund vorbeikam, und maß die Zeit. Mit solchen gleichermaßen absurden wie nachdenklichen Aktionen kommt der Performancekünstler dem Alltag auf die Spur. Seine Ausstellung im Pavillon von Hongkong, kuratiert von Tobias Berger, heißt „Making (Perfect) World“: Es geht um das Fremde am Vertrauten, um Träume, Wünsche und ihre Verwirklichung.
Arsenale,
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