Biennale Spezial

Gehen und sehen: Die Pavillons - Mexiko

Die Liste von Teresa Margolles’ plakativen Hinwendungen zu dem, was der Tod übrig lässt, ist lang.

01.06.2009

Seifenblasen aus Obduktionswasser sind darunter oder fehlgeborene Föten, die in minimalistischen Betonquadern eingeschlossen sind. Für den diesjährigen mexikanischen Pavillon führt die 1963 geborene Künstlerin ihre Klagen gegen die soziale und ökonomische Ungleichheit des Sterbens auf eine konkretere politische Ebene. Jährlich kommen Hunderte von Menschen im Drogenkrieg an der mexikanisch-amerikanischen Grenze um. Mit dem Blut einiger dieser Ermordeten hat Margolles eine gigantische Leinwand befleckt. Außerdem verteilt sie 10 000 Kreditkarten unter dem Biennale-Publikum – als Denkanstoß beim Kokslines bauen.

Palazzo Rota-Ivancich, Castello 4421,
www.mexicobienal.org

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