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Retrospektive

Christian Jankowski bei CFA

Die Schauspielerin Nina Hoss hat im der Berlin CFA-Galerie eine Retrospektive mit den Videoarbeiten von Christian Jankowski kuratiert. An dieser Kombination ist vieles überraschend

Die Einladungskarte sorgte für Irritation: Christian Jankowski stellt seine Videoarbeiten in der Berliner Galerie Contemporary Fine Arts (CFA) aus, die ihn bislang nicht vertrat? Und das Ganze kuratiert die Schauspielerin Nina Hoss? "Wenn ich ehrlich bin, mit Videoinstallationen kenne ich mich nicht wirklich aus", sagte sie dann vergangenen Sonntag im Interview mit der "FAS". Jankowski habe sich gewünscht, so heißt es in der Pressemitteilung, die Ausstellung von einer Schauspielerin kuratieren zu lassen. CFA habe dann "intuitiv" bei Nina Hoss angefragt. Hoss hatte wiederum noch nicht von Jankowski gehört, fand die Idee aber gut. Und ein frischer Blick kann die Dinge schleißlich beleben. Also los!

Aber vertritt CFA fortan Christian Jankowski, der durch die Schließung der Galerie von Martin Klosterfelde seine Berliner Galerie verloren hat? Festlegen will sich CFA-Chef Bruno Bunnet erst einmal nicht: "Wir haben jetzt geliefert und Christian hat geliefert - alles Weitere wird man sehen", sagte er im Gespräch mit Monopol. Und: "Wir haben den Künstler hier bei uns inszeniert."

Tatsächlich hat die Galerie aufwendige Einbauten geschaffen, die zum Verweilen einladen. Gut also, wenn man nach der Eröffnung am Donnerstagabend, die voll werden könnte, später wiederkommt. Die Ausstellung Jankowski, der die diesjährige Manifesta kuratiert, wird auch während der Berlinale zu sehen sein

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