Versteigerung aus dem Nachlass von Monet

Die Brille des Malers

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Er war Mitgründer des Impressionismus und ist bis heute einer der bekanntesten französischen Maler. Nun stehen zahlreiche Sammlerstücke aus dem Nachlass von Claude Monet zum Verkauf - von künstlerischen Kleinoden bis zu Alltagsgegenständen

Skizzen, Fotos und ein Käsemesser: Kunstwerke und persönliche Gegenstände aus dem Nachlass des französischen Impressionisten Claude Monet kommen unter den Hammer. Bei der Versteigerung stehen neben frühen Zeichnungen und Pastellbildern Monets (1840-1926) auch Werke befreundeter Künstler wie Édouard Manet und Auguste Rodin zum Verkauf, wie das Auktionshaus Christie's am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Objekte werden bis kommenden Sonntag öffentlich in Paris gezeigt und am 26. November in Hongkong versteigert.

"Diese Kollektion verschafft einen intimen Einblick ins Leben des Künstlers Monet und des Sammlers Monet", sagte Adrien Meyer, der bei Christie's die Impressionistische und Moderne Abteilung mit leitet. "Wir können nicht nur die Entwicklung von Monets Stil beobachten, sondern nachvollziehen, was ihn inspirierte, nach wegbahnenden Mitteln der Repräsentation zu streben."

Insgesamt 58 Lose stehen zum Verkauf, die Schätzpreise reichen von 500 US-Dollar (rund 420 Euro) bis 3 Millionen US-Dollar. Die Auktion wird unter dem Titel "Dear Monsieur Monet" ("Lieber Herr Monet") präsentiert. Dazu gehört etwa ein Brief des französischen Malers Paul Signac an Monet, außerdem stehen Stücke aus Monets Sammlung japanischer Drucke zum Verkauf. Mit einem Schätzpreis von 2 bis 3 Millionen Dollar wird ein Bild Monets von Pappelbäumen in Giverny bewertet.

Mehrere Original-Fotos zeigen den großen Impressionisten an seinem Haus in Giverny, dessen Seerosenteich Motiv für bekannte Werke Monets war. Auf einer Fotografie vom Oktober 1908 ist der Maler mit seiner zweiten Frau Alice Hoschedé auf dem Markusplatz in Venedig zu sehen. Auch eine Brille Monets ist zu erwerben, Schätzpreis 1000 bis 1500 Dollar - und ein silbernes Käsemesser.

Nach Angaben des Auktionshauses wurde die Sammlung von einer nicht anerkannten Tochter von Monets Sohn Michel aufbewahrt. "Die Objekte in der Versteigerung (...) sind bis zu diesem Tag in der Familie von Claude Monet geblieben", sagte Meyer.

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