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Fotos aus der Ferne

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Die Berliner Ausstellung "Die fotografierte Ferne" und ein gleichnamiger Katalog zeigen die Verbindung von Reise und Fotografie

Post it, or it didn't happen: Das Reisen und die Fotografie sind gerade wieder so verliebt ineinander wie seit den Diaabenden der 60er-Jahre nicht mehr. Die Berlinische Galerie zeigt mit ihrer Ausstellung "Die fotografierte Ferne" die Geschichte dieser Verbindung, von der fotografisch dokumentierten Initiationsreise in den frühen 30ern bis zur aktuellen Kunstproduktion von Sven Johne, Wolfgang Tillmans oder Tobias Zielony mit seiner großartigen Serie "Trona" von 2008.

Während man in der Ausstellung selbst umherstreift, als sei man unterwegs, ist der Katalog eher ein gewissenhafter Reiseführer, in dem noch einmal deutlicher wird, dass es nicht nur darauf ankommt, wohin man gereist ist, sondern auch, woher und mit welchen Ideen. Der 1963 geborene Karl von Westerholt untersucht die Welt eher albumhaft anhand ihrer Sehenswürdigkeiten mit einer altertümlichen fotografischen Bildsprache. Heidi Speckers fotografischer Essay zum aus dem Faschismus stammenden römischen Stadtteil EUR dagegen stellt konkrete Fragen zu Architektur und Politik, während Hans-Christian Schinks Fukushima-Fotos über das Reisen mit Kamera hinausgehen.

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