Katastrophe in London

Fotografin Khadija Saye unter den Opfern des Hochhausbrands

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Der Tod der 24-jährigen Fotografin Khadija Saye, die nach dem Brand im Londoner Grenfell Tower vermisst wurde, ist nun durch die Behörden bestätigt.

Das berichten mehrere britische Medien übereinstimmend. Die 24-Jährige lebte gemeinsam mit ihrer Mutter im 20. Stock des Hochhauses im Londoner Stadtteil Kensington, in dem in dieser Woche ein verheerendes Feuer ausgebrochen ist. Eine befreundete Künstlerin berichtete dem britischen "Standard", dass sie um 3 Uhr in der Nacht eine Facebook-Nachricht von Saye erhielt, in der sie schrieb, dass sie das brennende Haus nicht verlassen könne und darum bat, dass man für sie und ihre Mutter bete.

Die Londoner Polizeit hat inzwischen 30 Todesopfer der Brandkatastrophe bestätigt.

Die in London geborene Künstlerin beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit Fragen der kulturellen, religiösen und sexuellen Identität. Fotografien ihrer Serie "Dwelling: in this space we breathe" sind zurzeit im "Diaspora Pavilion" zu sehen, eine Gruppenausstellung parallel zur Venedig-Biennale, die von David A. Bailey und Jessica Taylor kuratiert und vom International Curators Forum und der Londoner University of the Arts initiert wurde.

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