10.11.2011 - 14.01.2012

Paul Schwer - "Pets"

"“Pets“ meint das Material auf der Basis von Erdöl, aus dem einige der farbigen, gefalteten und zerknäulten Skulpturen und Malereiobjekte hergestellt sind, und die wie Haustiere als Begleiter die Ausstellung auf dem Boden, auf Sockeln und an der Wand bevölkern.
Im Galerieraum zur Neustraße bringen Licht und Farbe eine Wand ins Wanken, ‚fallen’ dem Besucher entgegen.
Aluminiumtafeln mit Reflektionsfolien und Siebdrucken von Straßenszenen aus Vietnam spiegeln mit jeder Bewegung sich und die Umgebung verändert in den Raum, fordern wie bei einer Installation das Umhergehen des Betrachters.

Seit den 1990er Jahren betreibt Paul Schwer mit Konsequenz und experimenteller Neugierde eine Recherche ‚in progress’ die einem eigenem Konzept von Malerei gilt. Im Spannungsfeld zwischen Malerei und Skulptur kreist sein Interesse um die Verzahnung von Farbe, Raum, Licht und Bewegung, schreibt Stephan Berg in einem Text über den Künstler. Weitgehend stammen die Materialien aus einem technischen, industriellen Zusammenhang (Stellagen, Leuchtstoffröhren, Plexiglas, Polystyrol-Hartschaum), dessen Inszenierung aber eine fast poetische Beschwingtheit und Weichheit atmet, und sich zudem immer zwischen den Polen konstruktiver Statik und rasanter Dynamik bewegt. Nur an wenigen Stellen spielt reale Malerei noch die Hauptrolle, und doch ist alles in diesem Universum in hohem Maße malerisch angelegt. Was sich uns zeigt, ist sozusagen die Erzeugung der Malerei aus dem Nichtgemalten. Beispielsweise indem Paul Schwer Neonröhren wie Pinselstriche setzt. So provisorisch,und passager, fast nonchalant, wie das Ganze daherkommt, ist es doch immer unbestreitbar für den jeweiligen Anlass finalisiert, sozusagen - um mit Hegel zu sprechen - perfekt in seiner ewigen Imperfektibilität. Das gesamte Werk ist immer zugleich körperlich und ephemer: Ein konstruktives Skelett, das auf durchsichtige und durchscheinende Materialien trifft, und sich dabei zu einem allansichtigen Gesamtzusammenhang fügt, in dem innen und außen, oben und unten ineinander verschwimmen und sich alles in eine kippende, schräge, gefährdete, gleitende Bewegung auflöst."

(Quelle: Galerie Bugdahn und Kaimer)

 
Vernissage am 10.11.2011 ab 18:00 Uhr
Galerie Bugdahn und Kaimer
duesseldorf_bugdahn und kaimer

Galerie Bugdahn und Kaimer

Heinrich- Heine- Allee 19

40213 Düsseldorf

Tel: +49 (0) 211 / 329 140

Fax: +49 (0) 211 / 329 140

Web: http://www.bugdahnundkaimer.com

Öffnungszeiten

Di - Fr 12 - 18 Uhr
Sa 12 - 16 Uhr und nach Vereinbarung

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