18.01.2012 - 04.03.2012

"Von Lauter Purpur" - Fotografie von Janina Wick. Installation/Zeichnung von Katrin Connan

"Janina Wick, Fotografin und Katrin Connan, Bühnenbildnerin/Zeichnerin kennen sich schon viele Jahre und haben bereits mehrmals zusammen ausgestellt. Das Motiv der Einladungskarte (eine digitale Collage aus einer Fotografie von Janina Wick und einer Gouache von Katrin Connan) verdeutlicht die Idee dieser Ausstellung mit dem so märchenhaft anmutenden Titel: eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Arbeiten der beiden Künstlerinnen zu einer Gesamtinstallation werden, ohne dabei die Eigenständigkeit der jeweiligen Positionen zu vernachlässigen. Disziplinär unterschiedlich finden sich gemeinsame Fragestellungen nach Sein und Image, dem wandernden Blick von Innen nach Außen, des Bewusstwerdens möglicher (wählbarer) Identitäten und ihrer Darstellung. Das Irren zwischen Vorstellung und Wirklichkeit und deren Auseinanderklaffen eröffnen einen Raum, in dem die eine nicht von der anderen abzugrenzen ist. Die verschiedenen Techniken erfordern unterschiedliche Wahrnehmungen – doch es ist nicht damit getan, Wicks Fotografien auf realistische Darstellung zu reduzieren und Connans Arbeiten auf der Bühne der Phantasie anzusiedeln. Schon für sich genommen, noch mehr aber in ihrer Gegenüberstellung evozieren beide Künstlerinnen einen Schwebezustand, in dem Korrespondenz und Spannung nebeneinander existieren. Wick und Connan stellen ein Szenario her, in dem die einzelnen Elemente im Zusammenhang eine neue Rolle bekommen, wodurch sich zusätzliche Bezüge herstellen lassen.

Janina Wick: »Meine Fotografien zeigen Mädchen in der Phase der Adoleszenz. Auf der Schwelle vom Kind zur Frau oszillieren sie zwischen kindlicher Unbefangenheit und einer neuen Wahrnehmung der eigenen Person durch den Blick von Außen. Mich interessiert die Spannung zwischen Verunsicherung und Übermut, die mit diesem neuen Bewusstseinszustand einher geht.«

Katrin Connan: »Ich installiere und zeichne Bilder, in der reale und imaginäre Räume ineinander übergehen. Bekanntes Material bekommt die erkennbare Form eines anderen Objektes, verweist auf andere Räume oder holt das Spektakel aus denen heraus, die zur Institution gemacht wurden. Der gewohnte Zuschauerblick wird zurückgeworfen und stellt die Frage nach Positionierung und Identität. Maskerade kehrt als verwirrendes Prinzip in der Wahrnehmung von Authentizität und Fake wi(e)der. Der Spaziergang um die Skulptur herum und der inszenierte Perspektivenwechsel ermöglichen das Unsichtbare zu sehen.«"

(Quelle: Pressetext 18m)

 
Vernissage am 18.01.2012 ab 18:00 Uhr
18m Galerie für Zahlenwerte
»countdown«, 2005, in der Gieselerstraße, Berlin-Wilmersdorf

18m Galerie für Zahlenwerte

Akazienstraße 30

10823 Berlin

Tel: +49 (0) 30 / 88 70 29 04

Web: http://www.18m-galerie.de

Öffnungszeiten

am 18. jeden Monats ab 18 Uhr
und nach Vereinbarung

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