07.07.2012 - 30.09.2012
"Cage 100: Opening Spaces for Action"
In Anlehnung an das Werk von John Cage setzt sich die Ausstellung “Opening Spaces for Action” mit wirkungs- und rezeptionsästhetischen Fragestellungen auseinander. Vor dem Hintergrund zeitgenössischer künstlerischer und kuratorischer Diskurse werden diese in einer performativen Ausstellung von internationalen KünstlerInnen reflektiert. Die künstlerischen Positionen haben nicht immer einen direkten Cage-Bezug, sie spiegeln vielmehr den Versuch wider, neuartige Möglichkeiten der Erfahrung durch Kunst zu schaffen. Ausgehend von Fragen nach der Konstitution eines Kunstwerks, der zeitlichen Komponente in der Wahrnehmung von Kunst sowie dem Re-enactment, wird mit dem Format der Ausstellung selbst experimentiert. Sie ist als offener Arbeitsprozess konzipiert und wird fortwährend erweitert und verändert.
Werkbegriff, Autorenschaft, Authentizität sowie Rahmenbedingungen der Präsentation und der Rezeption von Kunst werden bei Cage nicht bloß thematisiert, sondern durch Einbeziehung und Herausforderung der RezipientInnen vielfältig erweitert. In seinem Oeuvre spielen die bewusste Wahrnehmung der Umwelt sowie die aus dieser Wahrnehmung gewonnenen Erfahrungen eine zentrale Rolle. Dabei geht es auch um die Wechselwirkung
zwischen dem künstlerisch Intendierten und dem beiläufig Alltäglichen, die mal systematisch, mal spielerisch eingesetzt wird. Cages künstlerische Arbeit erforscht und erprobt die der Kunst innewohnende Potenzialität.
Die Ausstellung macht in einem variablen und interaktiven Display diese Themen zugänglich. Die gewohnte Rezeptionsweise, nämlich das Durchschreiten einer gleichbleibenden Anordnung, wird durch aktive Einflussnahme der RezipientInnen aufgehoben, die Einmaligkeit des Ausstellungsbesuchs durch im Prozess entstehende Werke, Performances, Vermittlungsangebote sowie Workshops erweitert. Dabei wird mit der veränderbaren Architektur des Neubaus der GfZK gearbeitet, um Verbindungen zwischen Innen- und Außenraum sowie Möglichkeiten der Interferenz und Interaktion zu schaffen. Nicht zuletzt geht es um die Bewusstmachung der Rolle der RezipientInnen im Prozess der Wahrnehmung und der Interpretation von Kunstwerken.
In Zusammenarbeit mit dem internationalen Kunst- und Musikprojekt CAGE100, veranstaltet durch das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig [FZML].
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Stadt Leipzig, die Mondriaan Fund Amsterdam, die Botschaft des Vereinigten Königreichs der Niederlande, das Rumänische Kulturinstitut Berlin, das Rumänische Honorarkonsulat von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, das Polnische Institut Berlin – Filiale Leipzig, das Arts Council of Finland, die Botschaft von Finnland Berlin, das Institut français und das FRAME Finnish Fund for Art Exchange."
Galerie für Zeitgenössische Kunst
Karl-Tauchnitz-Straße 9 - 11
04107 Leipzig
Tel: +49 (0) 341 / 14 081 26
Fax: +49 (0) 341 / 14 081 11
Web: http://www.gfzk.de
Öffnungszeiten
Di - Fr 14 - 19 Uhr
Sa / So 12 - 18 Uhr
Eintrittspreise
GfZK-1, GfZK-2: 5 Euro / 3 Euro
GfZK-1 + GfZK-2: 8 Euro / 4 Euro

