12.02.2010 - 03.04.2010

Nicolas Provost | Films

Nicolas Provost "Suspension", 2007, Video Projection, 4 min, HV32102, courtesy Haunch of Venison Berlin, Berlin
Nicolas Provost "Suspension", 2007, Video Projection, 4 min, HV32102, courtesy Haunch of Venison Berlin, Berlin

"Haunch of Venison Berlin freut sich, Videoarbeiten des preisgekrönten belgischen Künstlers und Filmemachers Nicolas Provost erstmals in einer Einzelausstellung in Deutschland präsentieren zu können. Im Rahmen der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin, lädt Haunch of Venison zur Premiere von Storyteller (2010). Zusätzlich zeigt die Sektion Berlinale Shorts in einer Uraufführung Provost Arbeit Long Live the New Flesh (2009).

Long Live the New Flesh (2009) ist ein Film, der sich aus Horrorfilmfragmenten zusammensetzt. Er spielt mit einer Technik, die einzelne Bilder buchstäblichineinander zerfließen lässt, bevor schließlich der Schrecken mit all seiner starkvisuellen Kraft seinen natürlichen Höhepunkt findet. Provost bedient sich hierder Elemente, die seine internationalen Erfolge im experimentellen Kunstfilm so einzigartig machen. Er zerlegt das Bild des Massenmediums Film, verwendet es um eine neue Geschichte jenseits des Horrors zu erzählen, und erlaubt dem Betrachter sämtliche Phasen der Emotion zu durchleben.

In Storyteller (2010) arbeitet der Künstler mit altem Filmmaterial von Skylines verschiedener Städte, setzt einzelne Bilder miteinander neu in Verbindung und kreiert eine glatte Künstlichkeit, die an Science Fiction erinnert.

Provost macht sich in seiner Arbeit eine Filmsprache zunutze, die Bilder und Geschichten jederzeit neu bewegen und interpretieren lässt. Er manipuliert Zeit, Codes und Formen, dreht und baut neue Erzählungen und gestaltet experimentelle Empfindungen, die die Grenzen zwischen Kunst und Kinematographie aufheben. Provost dringt ein in unser kollektives filmisches Gedächtnis und rekonstruiert es mit verblüffender Wirkung. Das Thema der Dualität ist sehr wesentlich für Provosts Arbeiten; einerseits die wortwörtliche Dualität durch optische Spiegelung beispielsweise, andererseits konzeptionell, wenn er mit Grenzen spielt, zwischen Fiktion und Realität, zwischen dem Erhabenen und dem Hässlichen, zwischen Utopie und konkreter Handlung, dem Wunderbaren und dem Grauen, und schließlich den Grenzen zwischen Wahrheit und Phantasie. Provost sieht sich gleichsam als Wissenschaftler und als Magier, und erschafft groteske visuelle Poesie von hypnotischer Schönheit und makabren Konsequenzen.

Zusätzlich zu den Premieren von Long Live the New Flesh (2009) und Storyteller (2010), zeigt Haunch of Venison Nicolas Provosts Filme Gravity (2007), Suspension (2007) und The Divers (2006)."
(Pressetext: Haunch of Venison Berlin)

 
Haunch of Venison Berlin
Mark Alexander "Via Negativa", 2008, Öl auf Leinwand, 73 x 92 cm, courtesy Haunch of Venison, Berlin

Haunch of Venison Berlin

Heidestraße 46

10557 Berlin

Tel: +49 (0) 30 / 39 74 39 63

Fax: +49 (0) 30 / 39 74 39 64

Web: http://www.haunchofvenison.com

Öffnungszeiten

Di - Sa 11 - 18 Uhr

ANZEIGE