01.02.2013 - 02.03.2013

Marlon Wobst - "Brand"

"SCHWARZ CONTEMPORARY freut sich, die zweite Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Marlon Wobst (geboren 1980 in Wiesbaden) ankündigen zu können. Sechs neue große Leinwände werden bis einschließlich 2. März 2013 in der Sanderstraße 28 bei SCHWARZ CONTEMPORARY zu sehen sein.

Die erste Leinwand, der wir in der Ausstellung Brand begegnen, ist ein großes, 2012 entstandenes Selbstportrait: die sich drehende, lediglich mit einem dunklen T-Shirt bekleidete und voll in der Bewegung erwischte Figur scheint uns aus dem Bild entgegen zu kommen; der Körper des Portraitierten ist im Begriff, sich aufzulösen und über die Leinwand zu verteilen. Ähnlich wie in der Arbeit Brand (2012) erzielt Wobst einen sofortigen Überraschungseffekt durch die unübliche Farbwahl und den Kontrast der Farben: die fleischfarbene Figur steht hier in einm türkisgrünen Bildraum, der von einem gemalten, helleren Rahmen umgeben ist. Bei Brand könnte der türkis-grüne Landschaftsausschnitt sowohl über- als auch unterirdischer Natur sein, rosa-rotes Schimmern in der Ferne weist nicht - wie der Titel vermuten lässt - auf ein bedrohliches Flammenmeer hin. Auch hier bedient sich Wobst eines gemalten, farblich leicht abgestuften Rahmens im Bild, der das gemalte Subjekt in Position zu halten und in einem bestimmten Moment zu verankern scheint. Ritt (2012) könnte eine Art Filmsequenz sein, drei Szenen übereinander auf erdfarbenem Hintergrund - möglicherweise ist hier gerade ein Reiter durch das Bild geritten, in zwei Sequenzen ist jedoch nur noch eine Staubwolke zu erkennen.

Die die Leinwände bevölkernden Figuren haben meist unförmige, falsch proportionierte Körper und treten erstaunlich zweidimensional auf. Sie sehen aus wie Puppen ohne menschliche Züge, ihnen fehlen Augen und Mund, die haarlosen runden Köpfe sitzen auf Körpern mit ungelenken Gliedern.

Selbst wenn es um Sportler geht, stecken diese nicht in wohl proportionierten, durchtrainierten Körpern: in der Arbeit Player (2012) im hinteren Raum dribbelt uns ein Basketballspieler entgegen. Die überlangen, braunen Arme führen einen ebenso unförmigen, braunen Ball, die Figur in weißem Trikot und roter Hose ist schwebend umgeben von einer lilafarbenen Farbmasse, verfolgt von einem deformierten Schatten. Daneben der nicht besonders sportlich anmutende Stabhochspringer (2012) scheint kopfüber aus der Leinwand zu fallen, nachdem er schwungvoll gegen die Wand gesprungen ist."

(Quelle: Pressetext)

 
Vernissage am 31.01.2013 ab 18:00 Uhr
Schwarz Contemporary

Schwarz Contemporary

Sanderstraße 28

12047 Berlin

Tel: +49 (0) 30 / 612 89 90 2

Web: http://www.schwarz-contemporary.com

Öffnungszeiten

Mi - Sa 11 - 18 Uhr

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