06.12.2009 - 31.01.2010
A simpli-city No. 7 Alfred Resch - Arnold Reinisch | ON DUST AND DAWN

"Alfred Resch und Arnold Reinisch sind zwei Grazer Künstler, die seit etlichen Jahren in Bereichen von Skulptur, Malerei, Installation und Neuen Medien arbeiten. Auf einem gemeinsamen Konzept basierend entsteht im A trans Pavilion eine Interaktion zwischen Reinischs biomorphen Geräten und Reschs Licht- und Klangobjekten. Die absurden Hybride verfolgen und durchdringen vorhandene Strukturen, werden ihrerseits vom Gegenüber umhüllt und gefesselt, sind zärtlich, oder treten miteinander in Kontakt. Die Klangobjekte geben die vermeintlichen Gespräche, Äußerungen und Laute der individualisierten biomorphen Wesen bzw. den Maschinenlärm der ursprünglichen Geräte wieder.
"Alfred Resch setzt sich bereits seit mehreren Jahren mit Phänomenen der Information, Energie und Begriffen der Ordnung (Negentropie) bzw. Unordnung (Entropie) auseinander. „Raum“ und „Klang“ zeigen sich dabei als Entitäten, die auf einfache und fundamentale Phänomene zurückführbar sind. Im Grunde sind seine Arbeiten an den Schnittstellen zwischen Materialität und Immateriellem und thematisieren transformatorische Übergänge und Erscheinungsformen. Die raumbildenen Licht- und Klangobjekte (Lichthäkeldeckerl, Klangknäuel) zeigen sich als universelle Drahtstrukturen und sind als Gesamtes energiedurchflossen, sodaß an beliebigen Stellen Energie entnommen und zum Beispiel in Licht umgewandelt werden kann.
Die ständig in Erweiterung befindliche Werkgruppe Resurr€©tion von Arnold Reinisch ist eine ironisch zynische Paraphrase auf biogenetische Forschung und Entwicklung. Überarbeitete Haushaltsgeräte, Maschinen und Werkzeuge scheinen als biomorphe Wesen Individualität anzunehmen. Reinisch begibt sich mit diesen Arbeiten bewusst in einen Bereich des Banalen, Absurden und makaber Komischen.
Der Ausstellungsbesucher des A trans Pavilion, selbst ein Hybrid, wird in ein komplexes und abstruses Universum von Menschmaschinen, leuchtendem Staub, energetischen Knoten samt irritierender Soundcollage versetzt."
(Pressetext: A trans Pavillion)


