22.04.2010 - 29.05.2010
Simon Hemmer, Ulrike Nattermüller | PAINTERS PAINT PAINTINGS

"Die Malerei von Ulrike Nattermüller (geboren 1955) offenbart Szenarien im Gegenspiel von Raum und Fläche. Die darin oftmals wiederkehrenden Muster, Strukturen und Modelle, ornamental wie figurativ, begegnen dem Betrachter häufig als in sich abgeschlossene Einheiten, die in immer wieder neuen und überraschenden Zusammenhänge skurrile Bildwelten generieren. Über die Jahre hinweg hat Ulrike Nattermüller in ihrer Malerei diese Sujets mehr und mehr ineinander verwoben und dabei (un)vertraute 'Bildinseln und Bildfamilien' geschaffen, die auf bestechend selbstverständliche Weise neben- und miteinander existieren, sogar kommunizieren.
Spinnwebenartige Liniengeflechte, eingebettet in opulente Farbigkeit, wie pseudo-geometrische Raster oder groteske Fratzen mit weit aufgerissenem Schlund, gerahmt in reflektierendem Silber, verweisen in neueren Arbeiten auf nur einen Bruchteil des schillernden Farb- und Formenspektrums ihres vielfältig thematischen Repertoires. Ulrike Nattermüller sagt, sie male 'nur' das, was sie sehe. Diese Verarbeitung von Wahrgenommenem, sowohl aus unmittelbarer Nähe wie auch weiterer Umgebung - kleine Dinge, große Worte, fragliche Sensationen - überführt Ulrike Nattemüller in einen höchst eigenen Bilderkosmos von verspielt-vertrauter Gebärde bis hin zu monströser Präsenz.
Simon Hemmer sagt 'meine Bilder reden mit sich selbst, manchmal auch mit der Realität'. Mit subtilen Anspielungen verweist Simon Hemmer (geboren 1978) in seiner Malerei auf Grundmuster von bereits Gesehenem, auf Bekanntes aus Kunstkontext und täglichem Leben - so betreibt auch er 'kreative Grundlagenforschung'.
Seine nicht selten surreal anmutenden Bildkonstruktionen, die teils expressiv, teils ruhig und flächig angelegt sind, können als stringentes Experiment, als eine 'an Bilder gerichtete Frage' verstanden werden. Auch in seiner Malerei stoßen immer wieder in sich abgeschlossenen Einheiten von Bildwelten aufeinander. In gegenseitigen Verflechtungen und optisch brillanten Täuschungsmanövern von Vorder- und Hintergrund ergeben sie changierende Tiefen, die mitunter Vexierbildern gleichen. Bisher gab es nichts Figuratives in seiner Malerei, wohl aber ist Figuratives assoziierbar. Eine überraschende Ausnahme in dieser Hinsicht bildet die erstmals in Jaglam Ausstellungsraum präsentierte Arbeit 'Smoker', die eine brennende Zigarette im Bild offeriert."
(Pressetext: Jagla Ausstellungsraum)

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