08.05.2009 - 04.07.2009

LIN MAY | Ankunft der Tiere

Frankfurt_Jacky Strenz Galerie,
LIN MAY - Ankunft der Tiere
Frankfurt_Jacky Strenz Galerie, LIN MAY - Ankunft der Tiere

"In einem monothematischen Ansatz, der die Beschäftigung mit Bildhauerei, Bricolage, Zeichnung und Text umfasst, widmet sich Lin May dem historischen Wandel des Mensch / Tier -Verhältnisses. Die diesbezüglich gleichnishafte Funktionsweise ist ein durchgängiges Motiv in den Arbeiten etwa seit 2003. Oft scheinen sie aus einer ursprünglichen und vorgeschichtlichen Zeit zu stammen und enthalten Hinweise auf außer-europäische kulturelle Zusammenhänge. Skulpturen, Reliefs, Scherenschnitte , sowie die von der Künstlerin verfassten Fabeln erzählen auf häufig humorvolle Weise von fingierten Ereignissen aus der Geschichte des Zusammenlebens von Menschen und Tieren. Diese reichen von friedlich-privaten Szenen einzelner Figurenpaare über die Imagination utopisch - mythischer Lebensräume, in denen die Grenzen zwischen den verschiedenen Spezies noch durchlässig sind, bis hin zu aberwitzigen und aussichtslosen Konkurrenzsituationen zwischen Menschen und Tieren.

Zur Verwendung kommen bei den Reliefs und Skulpturen so genannte arme Materialien, wie unterschiedliche leichte Baustoffe, Werkzeugstahl und einzelne Fundstücke, die miteinander verbunden und teilweise bemalt werden.
Die von der Großformatigkeit her an Kirchenfenster, in der Materialität an Martinslaternen erinnernden Scherenschnitte bestehen aus dunkelbrauner Estrichpappe und verschiedenfarbigen Transparentpapieren. Sie werden rückwärtig mit Neon - und anderen Lampen beleuchtet.
Aktuell entstehende Serien wie etwa Die Befreiung der Tiere aus den Käfigen I -VI formulieren in zunehmendem Maße gesellschaftskritische Inhalte und werfen Fragen nach künftigen alternativen Modellen der Koexistenz (Mensch / Mensch - Mensch / Tier) auf.

In den Arbeiten von Lin May finden sich zahlreiche inhaltliche Bezüge zur so genannten Tierrechtsbewegung, die etwa Mitte der 1970er Jahre zunächst im anglo-amerikanischen Sprachraum entstand und aus der neben unterschiedlichen international aktiven Gruppierungen, auch in jüngerer Zeit „(Human -) Animal-Studies “ als interdisziplinäres theoretisches Forschungsfeld hervorgegangen sind.

Die Formensprache in Lin May´s Arbeiten lässt häufig Referenzen zur klassischen Moderne, und auch sehr unterschiedlichen historischen Zusammenhängen erkennen, die eher nur peripher auf zeitgenössische Bildende Kunst zurückverweisen, wie etwa Zeugnisse altorientalischer Kultur, Schülerkunst aus der so genannten Dritten Welt, Karikaturen von Wilhelm Busch und die zweckgebundene Ästhetik politischer Demonstrations - Transparente, wie sie etwa aus den linken autonomen Szenen bekannt sind ."
(Pressetext: Jacky Strenz Galerie)

 
Jacky Strenz Galerie
Jacky Strenz Galerie

Jacky Strenz Galerie

Kurt Schumacher Straße 2

60311 Frankfurt am Main

Tel: +49 (0) 69 / 21 99 98 70

Web: http://www.jackystrenz.com

Öffnungszeiten

Di - Fr 14 - 18 Uhr
Sa 12 - 14 Uhr

ANZEIGE