12.03.2010 - 24.04.2010
"There is No Such Thing As a Good Painting About Nothing"

"In den frühen 40er Jahren entstand in New York eine neue künstlerische Avantgarde: Eine kleine Gruppe von Künstlern brachte mit ihren Arbeiten einen neuen Stil hervor, der nicht nur eine radikal neue Kunstrichtung initiierte, sondern den Schwerpunkt der Kunst an sich verschoben hat. Die 'Abstrakten Expressionisten' oder die 'New York School' war eine informelle Vereinigung von Künstlern, die an die gleichen Werte glaubten: Auf der Suche nach einem signifikanten Inhalt leiteten Künstler wie Jackson Pollock, Willem de Kooning, Franz Kline oder Mark Rothko eine mutige neue Kunstrichtung ein. Indem sie sich von den allgemein gültigen Konventionen der Malerei lösten, schufen diese Künstler monumentale Arbeiten, um ihre eigene Psyche darzustellen. So entstand der Versuch, mit Kunst in die Tiefen des universellen Selbst einzudringen. Allen Künstlern des Abstrakten Expressionismus war gemeinsam, dass Spontaneität und Improvisation im Mittelpunkt standen; sie maßen dem kreativen Schaffensprozess die größte Bedeutung zu.
Die Gruppenausstellung 'There is No Such Thing As a Good Painting About Nothing' zeigt wie drei internationale Künstler unabhängig voneinander eine heutige Form des abstrakten Expressionismus geschaffen haben. Dabei beziehen sie sich auf die Paradigmen des Graffiti Writing und der Street Art, distanzieren sich aber radikal von den gängigen Klischees und erschaffen so eine avantgardistische Ausrichtung innerhalb des Urban Art Genres.
Marco 'Pho' Grassi (Mailand) übersetzt seinen Hintergrund als Writer in seine weitläufigen abstrakten Malereien, indem er traditionelle Elemente des Graffiti Writing einfließen lässt: das Wort, den Rhythmus der Linie und eine performative Dynamik. Indem er Elemente des Alltags, wie zum Beispiel zerrissene Manifeste und Holzpalletten integriert, ist seine Kunst auch eine Hommage an die Straße.
Katrin Fridriks (Paris) Arbeiten bilden eine dritte Dimension, die den Abstrakten Expressionismus modernisiert und ihn auf unsere Zeit überträgt. Sie kreiert eine neue Bildsprache: die 'human-generated', vom Menschen geschaffenen Computer Images. Damit zeigt sie uns, dass der Mensch der Maschine im kreativen Prozess immer noch überlegen ist.
Holly Thoburn (London) hat auf ihren langen Reisen überall auf der Welt Street Art und Graffiti sowie zerfallene Wände, Gassen und Eingänge fotografiert. All diese Bilder fließen mehr oder weniger abstrahiert in ihre Kunst ein – als Themen und Motive urbanen Lebens.
'To us, art is an adventure into an unknown world of the imagination which is fancy-free and violently opposed to common sense. There is no such thing as a good painting about nothing. We assert that the subject is critical.' *
(*Adolph Gottlieb and Mark Rothko, gemeinsam mit Barnett Newman in einem Brief an die New York Times, im Juni 1943)"
(Pressetext: CIRCLECULTURE Cc)

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