02.10.2009 - 14.11.2009

Eine Ausstellung zum Thema „Traklhaus“

Gudrun Kampl "Das Kleid der Macht", 2006, Samt-Zeichnung, 164 x 118 cm, courtesy Galerie im Traklhaus, Salzburg
Gudrun Kampl "Das Kleid der Macht", 2006, Samt-Zeichnung, 164 x 118 cm, courtesy Galerie im Traklhaus, Salzburg

"In dieser Ausstellung wird der Standort der Galerie, also das Traklhaus selbst zum Thema der Kunst. Die Landesgalerie hat dazu 10 Künstler und 3 Künstlerinnen eingeladen, sich mit diesem historischen Ort, dem Dichter Georg Trakl oder den Details baulicher Art oder den Dingen, die sonst Interesse wecken, auseinander zu setzen.
Die Themen sind vielfältig: von der Architektur des Hauses, den Objekten im Hof bis hin zu Georg Trakl selbst sowie auch die Nutzung des Hauses jetzt und in der Vergangenheit.
Die „Traklhaus“-Ausstellung ist keine historische; gezeigt wird zeitgenössische Kunst, die Geschichte des Hauses bildet nur die Basis, den Hintergrund für aktuelle Arbeiten von Salzburger Künstlern, die für diese Präsentation entstanden sind.

 
Mit dem Dichter Georg Trakl, dessen Leben und Werk haben sich Florian Gruber, Thomas Hörl und Katharina Müller auseinandergesetzt. Florian Gruber wird eine Klanginstallation aufbauen, die aus der Zisterne in die Höhe wächst und auf die strenge Erziehung und geistige Befreiung Georg Trakls anspielt. Thomas Hörl setzt sich mit dem frühen Tod des 27jährig verstorbenen Dichters auseinander. Katharina Müller überlagert Zeichnungen die zu Trakl-Gedichten entstanden sind mit den dazugehö-renden Texten.

Auf die Nutzung des Gebäudes als Standort vieler Vereine beziehen sich Arbeiten von Bernhard Gwiggner und Ferdinand Götz, der vor allem den Alpenverein hervorhebt, welcher hier sein Büro hatte.

Die Büste von Léopold Senghor, die im Hof des Traklhauses aufgestellt ist und von Arno Breker ge-schaffen wurde hat Franz Kapfer und Martin Gredler zu Arbeiten angeregt. Während Franz Kapfer auf die bevorzugte Stellung des Künstlers Arno Breker im Dritten Reich anspielt, will Martin Gredler dem Literaten Senghor die Bronzebüste von Slavi Soucek (die sich im selben Haus, in der Grafischen Werkstatt befindet) gegenüberstellen.
Martin Gredler hat sich darüber hinaus auch mit der Architektur und der geografischen Lage des Hauses auseinandergesetzt. In der Grafischen Werkstatt gibt es alte Steine mit Landkarten, die noch nie gedruckt wurden. Darauf will der Künstler die „Verortung“ vornehmen.

Die Architektur des Hauses hat auch Daniel Leidenfrost zu seiner Arbeit angeregt, eine Fotoserie die nach verschiedenen selbstgebauten Modellen des Hauses entsteht.
Elisabeth Wörndl wird in einem Video die Trakl-Gedenkstätte und die Galerie im Traklhaus portrai-tieren. Die Arbeit von Martina Mühlfellner bezieht sich auf die Vereinnahmung des Ortes durch eine Gedenkstätte und die damit verbundene Namensänderung des Hauses in „Traklhaus“ (bis 1973 wuß-ten nur wenige dass hier der Dichter geboren wurde).

Bildkombinat Bellevue plant eine große Skulptur im Hof und erfindet dazu eine Geschichte, die mit dem hier gefundenen Grabstein und der Bleikammer der ehemaligen Druckerei Müller verknüpft ist.

Zwei der Arbeiten wurden nicht erst für diese Ausstellung gemacht: Das Trakl-Portrait von Franz Graf stammt aus seiner Ausstellung 2008 und Gudrun Kampl’s Trakl-Gedicht in Samt entstand 2005.

Die neu entstandenen Arbeiten werden in Foldern dokumentiert.
Ein zusätzlicher Folder wird den historischen Fakten gewidmet."
(Pressemitteilung: Galerie im Traklhaus)

KünstlerInnen:
Bildkombinat Bellevue, Ferdinand Götz, Franz Graf, Martin Gredler, Florian Gruber, Bernhard Gwiggner, Thomas Hörl, Gudrun Kampl, Franz Kapfer, Daniel Leidenfrost, Martina Mühlfellner, Katharina Müller, Elisabeth Wörndl, ..

 
Galerie im Traklhaus
courtesy Galerie im Traklhaus, Salzburg

Galerie im Traklhaus

Waagplatz 1a

5020 Salzburg

Tel: +43 (0) 662 / 804 221 49

Fax: +43 (0) 662 / 804 221 3078

Web: http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/traklhaus

Öffnungszeiten

Di - Fr 14 - 18 Uhr

Sa 10 - 13 Uhr

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