26.08.2010 - 28.08.2011
Kunst in Berlin

"Bildende Kunst, Fotografie, Architektur, Künstler-Archive
ständige Sammlungspräsentation
Mit einem Parcour durch das bewegte 20. Jahrundert präsentiert die Berlinische Galerie im Obergeschoss eine große Auswahl der Meisterwerke ihrer international renommierten Sammlung, aktualisiert durch Entdeckungen oder Neuerwerbungen.
Die Präsentation der Sammlung setzt ein mit Werken aus der Zeit um 1900 – eine Epoche, die durch enorme Umwälzungen gekennzeichnet war: Arbeiten von Ernst Barlach, Max Beckmann, Reinhold Begas, Lovis Corinth, Walter Leistikow, Max Liebermann, Franz Skarbina, Georg Tappert, Louis Tuaillon, Lesser Ury veranschaulichen die Entwicklung Berlins zur Metropole und ihre Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Die esoterischen Kompositionen von Fidus leiten über zu den abstrakten Tendenzen der frühen Moderne.
Der Erste Weltkrieg erscheint in den Arbeiten von Ludwig Meidner als epochale Katastrophale, aber auch als Umwälzung; nach der nichts mehr sein sollte wie zuvor. Die Kunst der Zwanziger Jahre ist vertreten durch Werke der unzähligen Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, die Berlin zu einem internationalen Zentrum machten: Die Expressionisten um die Galerie Der Sturm wie Jacoba van Heemskerk und Oskar Kokoschka, die Künstler von Dada Berlin Hannah Höch, Raoul Hausmann, George Grosz, die Vertreter der osteuropäischen Avantgarde wie Naum Gabo, El Lissitzky, Iwan Puni, und der Neuen Sachlichkeit wie Otto Dix, Jeanne Mammen und Christian Schad. Arbeiten von Carl Hofer, Felix Nussbaum und Rudolf Schlichter veranschaulichen eindrücklich die Unterdrückung der Moderne in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Mit Gemälde von Alexander Camaro, Wolfgang Frankenstein, Werner Heldt, Heinz Trökes und Hans Uhlmann stehen für den Neubeginn unter dem Zeichen des Surrealismus nach dem Zweiten Weltkrieg, während Fred Thieler, Hann Trier und Emilio Vedova für die Durchsetzung der Abstraktion als vorherrschende Kunstsprache repräsentieren.
Am Schluss des Rundgangs ist die Kunst der 1960er und 1970er, die sich kritisch mit der jüngsten deutschen Geschichte auseinandersetzte und der Abstraktion eine neue Gegenständlichkeit entgegensetzte, ist mit Arbeiten von Georg Baselitz, K. H. Hödicke, Wolfgang Petrick, Eugen Schönebeck, Rolf Szymanski und Wolf Vostell vertreten.
Sammlungspräsentation im EG
In der Westhalle des EG befindet sich die dauerhafte Präsentation der Malerei-Assemblage von Emilio Vedova "Absurdes Berliner Tagebuch `64". Mit ihm löste der venezianische Künstler erstmals in der Kunstgeschichte der Moderne die ungegenständlich expressive Malerei aus der konventionellen Form des Tafelbildes und stellte sie als veränderbare architektonische Konstruktion in den vom Betrachter frei begehbaren Raum. Das Werk entstand 1964 im geteilten Berlin als Reaktion auf den erlebten „Zusammenprall gegensätzlicher Situationen“ (Vedova).
In einem zweiten Teil der Halle begegnen sich Neu-Ansätze konkreter und konstruktivistischer Kunst der letzten 10 Jahre, die den real erlebten oder medial vermittelten Raum als Grundlage gegenstandsloser Bildfindung nutzen."
(Pressetext: Berlinische Galerie)
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
Tel: +49 (0) 30 / 789 026 00
Fax: +49 (0) 30 / 789 027 00
Web: http://www.berlinischegalerie.de
Öffnungszeiten
Mo - So 10 - 18 Uhr
Dienstags geschlossen
Eintrittspreise
Tageskarte 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
jeden ersten Montag im Monat 4 Euro
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

