15.01.2011 - 25.01.2011

Mario Faltin - Maler und Provokateur

"Thema des Werkes von Mario Faltin war die bildnerische Umsetzung der Figur im Raum, philosophisch begleitet von der Bewahrung des Menschlichen in der Gesellschaft. Er suchte die Wahrheit, wie viele seiner Zeitgenossen, jenseits des eindimensionalen materialistischen Wertesystems der Nachkriegsgesellschaft.

Bewusst lebte er in ständiger Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen, vereinte in seiner Persönlichkeit den Provokateur und Menschenfreund. Mario Faltins Aussagen über die Malerei sind geprägt von der ihm eigenen subjektiven Wahrnehmung von Realität.

 'Gemalte Bilder, sind gemalte Lügen.

Kunst behauptet, beansprucht durch bloße Präsenz eine Position.

Das Bild (als solches) ist ein Anachronismus, weil es Seherfahrungen nur scheinbar wieder gibt : Die willkürliche Begrenzung auf einen Ausschnitt, das Vortäuschen von Volumen und Material. Der Vorteil und die Schwäche liegen in der Fokussierung. In meinen aktuellen Bildern versuche ich diesem Aspekt ein Schnippchen zu schlagen. Das Tafelbild als Projektionsfläche medialen Geflirres. Es gibt keine feste Richtung im Bildraum, oben und unten, rechts und links sind zugunsten der Bildebene aufgehoben. Die Figuren überlagern sich auf verschiedenen Ebenen in verschiedener Farbigkeit. Lichtrichtung und Perspektive sind aufgelöst.... Was den Stil betrifft: Ich kann nur die eigene Schau der Dinge wiedergeben. Was ich erarbeite ist streng subjektiv und das ist legitim. Genauso legitim ist es die Richtung zu ändern.

Ich bin kein Vertreter monolithischer Kunst', Mario Faltin 1999."

(Pressetext: Galerie Andreas Huber)

 
Galerie Andreas Huber
Galerie Andreas Huber, Wien

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