12.02.2011 - 19.03.2011
Von jedem das Beste
"Die Zweigstelle Berlin lässt das neue Jahr mit einer Introspektive der besonderen Art beginnen: aus Anlass des dreijährigen Bestehens der Galerie werden die einzelnen GaleriekünstlerInnen und ein Gast darum gebeten, ihre jeweils ’beste Arbeit’ Teil einer Gruppenpräsentation werden zu lassen und ein gemeinschaftliches Tänzchen zu wagen. Grund genug, an vergangene Ausstellungshöhepunkte wie Gute Vorsätze oder Interieur c/o Moabit erinnert zu sein, die sich unweigerlich in die Geschichte des Raumes eingeschrieben haben. Ereignishorizont der gezeigten Arbeiten ist eindeutig das Hier und Jetzt, handelt es sich doch grundsätzlich um erstmals in der Galerie präsentierte Werke. Hierbei reicht die Bandbreite künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten von Malerei über Fotografie bis zu raumbezogener Installation und Intervention. Dieser Kunstreigen zeichnet sich in besonderem Maße dadurch aus, dass er Gelegenheit zu einer synthetischen Betrachtung unterschiedlicher Positionen bietet, ohne je den Zugang zu den einzelnen Bildsprachen zu verstellen: kollektives und individuelles Moment können zwanglos nebeneinander wahrgenommen werden.
Uli Zwerenz zeigt eine subtile Bildreflexion 'Ohne Titel', deren sanftes Blau an die materielle Flüchtigkeit von Wasser zu erinnern scheint; Angela Staubers siebenteilige Serie 'Was ich sehe blickt mich an' setzt Blicke als Wahrnehmungsmomente miteinander in Beziehung und einander aus; 'Marlen Haushofer' von Gregor Cürten stellt einen neuen Typus der Ikone dar, fragil wie das menschliche Urteilsvermögen selbst; Alessia von Mallinckrodts Triptychon unterstreicht die selektive Beschaffenheit menschlichen Erinnerns; die Arbeit 'Hang' von Liliane Tomasko rückt Nischen in den Fokus, die wir zu beachten nicht mehr gewohnt sind; Karen Irmers kontemplative Arbeit 'Dämmern_Strauch' möchte Verborgenes sichtbar machen und Sichtbares verschwinden lassen; Ursula Oberhauser strukturiert mit geringsten Mitteln einen kleinen Teil des Raumes neu, ohne Bestehendes zu entfernen; Natalija Ribovic interveniert mit 'Wohin mit mir?' an der Schnittstelle zwischen Innen und Außen; Jürgen Paas’ Arbeit 'Kino' verdeutlicht dessen künstlerische Suche nach synästhetischen Potenzialen im Raum; in 'Ohne Titel (aus der Serie 'Excavation Chic')' bringt die Gastkünstlerin Sabine Groß die plastische Versehrtheit einer Skulptur auf zweidimensionalem Wege zur Abbildung und erzeugt ein räumliches Rätsel."
(Pressetext: Christoph Stolz)

Lehrter Straße 37
10557 Berlin
Tel: +49 (0) 30 / 39 88 55 99
Web: http://www.zweigstelle-berlin.de
Öffnungszeiten
Do - Fr 14 - 19 Uhr
Sa 10 - 14 Uhr

