25.06.2011 - 30.07.2011
Venske & Spänle - im Raum
"Seriöse Forschungsreisen und zuletzt Mut, gepaart mit einer gehörigen Portion guten Willens auf Seiten aller Beteiligten haben zu dem Entschluss geführt, jene Berliner ‚Kunst‘- Population, die sich im engeren oder weiteren Sinn der Sache widmet, mit einer anderen, einer sonderbaren, jedoch vollends irdischen Gegenpopulation in Kontakt zu bringen: smörfs, myzoten und helotrophen sind da!
Warum es gerade in der Zweigstelle zu dieser Begegnung besonderer Art kommen lassen? Seit einigen Jahren herrscht in der Fachwelt über zwei zentrale Punkte Einigkeit (was an und für sich schon den Verdacht einer wissenschaftlichen Ausnahme nährt): Das Künstlerduo Venske & Spänle zeichnet für die Bekanntmachung der neuen Arten verantwortlich und diese sind, man glaubt es kaum, eine auf Ausstellungen und Messen zuerst aufgetretene skulpturale Welt für sich, deren Formenkomplexität stets zunimmt und sich immer mehr Räume erschließt, wie nun auch die Zweigstelle.
Irgendwo zwischen Vertraut-sein (oder gegenseitiger Zutraulichkeit?) und dem Verdacht einer unberechenbaren Eigendynamik, einem latenten Lauern der scheinbar in jedem Moment zu potentiellem Eigenleben strebenden ‚Dinger‘ pendelt sich unser Verhältnis als Betrachter der weißen Objekte zu dieser ungewohnten Situation ein. Was weich, aus einem flüssigen und somit veränderbaren Material gegossen zu sein scheint, ist tatsächlich aus verschiedenen Sorten von Lasa-Marmor gemeißelt; Vielleicht eine abrupte Absage an bis zu diesem Punkt entfaltete Assoziationsketten in der subjektiven Wahrnehmung jedes Einzelnen. Andererseits verlagern Venske & Spänle die Spielräume der doch zweifellos in der Gegend herumschwappenden oder -flatschenden smörfs, helotrophen und all der anderen genealogisch miteinander verbundenen Objekte parallel auf die visuelle Ebene von Animationen, die spezifische Raumsituationen wiederholen oder gänzlich neue generieren können. Diese beiden verschiedenen Realitäten stehen sich gleichwertig gegenüber und bereichern einander, ohne die Frage nach einem Ursprung des Ganzen beantworten zu wollen. Wer es trotzdem versuchen möchte, ist natürlich auch dazu eingeladen."
(Pressetext: Christoph Stolz)

Lehrter Straße 37
10557 Berlin
Tel: +49 (0) 30 / 39 88 55 99
Web: http://www.zweigstelle-berlin.de
Öffnungszeiten
Do - Fr 14 - 19 Uhr
Sa 10 - 14 Uhr

