10.09.2011 - 29.10.2011
Sternklar
"Die Sterne am nächtlichen Himmel sind sichtbar und funkeln. Sie deuten aber auf nichts anderes hin als sich selbst (es sei denn auf eine unerhörte Distanz in der Tiefe eines Raumes, der uns zugleich flächig als auch tief erscheint).
Allein das menschliche Anschauungsvermögen strukturiert sie, indem es gewisse Sterne voneinander isoliert und andere in Konstellationen, um nicht zu sagen Staubhaufen zusammenfasst. Dasselbe Vermögen spricht ihnen spezifische Qualitäten, einen Einfluss, einigen eine vermehrte Leuchtkraft zu. Und dennoch, die Sterne in der Nacht sind reine Abstraktion, von vollkommener Gleichgültigkeit. So ist es also: die immerwährende, kalte und abstrakte Natur ist nur sicht- und ertragbar, wenn man ihr anständige Kleider überzieht, welche ihr in unseren Augen einigen Wert verleihen, kurz, wenn man sie travestiert.
'Sternklar' hat sich einen umgekehrten Weg zu dieser symbolischen Zähmung der Sterne vorgenommen und möchte aus den Schachteln der Ateliers, der Masse der Arbeiten eines jeden Künstlers nur ein und ein einziges Gemälde von kleinen Ausmaßen herausziehen, um es auf diese Weise seiner Sterneneinsamkeit zurückzugeben, es auf der tiefen Oberfläche eines völlig weißen Nachthimmels anzuheften: den Wänden."
(Pressetext: Michel Carmantrand, Übersetzung Roland Baumann)
Ausstellung mit 17 malerisch abstrakten Positionen von:
Thomas Bechinger, Mateo Cohen, Ruprecht Dreher, Isabelle Dyckerhoff, Ingrid Floss, James Geccelli, Gilbert Hsiao, Susanne Jung, Dittmar Krüger, Gerhard Mantz, Paola Neumann, Daniela Pukropski, David Rhodes, Andrea Schomburg, Wolfgang Schröder, Stefan Schröter und Elisabeth Sonneck – kuratiert von Michel Carmantrand

Lehrter Straße 37
10557 Berlin
Tel: +49 (0) 30 / 39 88 55 99
Web: http://www.zweigstelle-berlin.de
Öffnungszeiten
Do - Fr 14 - 19 Uhr
Sa 10 - 14 Uhr

