09.09.2011 - 13.11.2011

Guiseppe Penone | Neue Arbeiten

"Giuseppe Penone – einer der herausragenden Vertreter der Arte Povera – hat seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit das Verhältnis zwischen Mensch und Natur in unterschiedlichen Medien und mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen thematisiert. Bis heute erscheinen hierbei die Beziehung von Innerem und Außenhaut, sowie die Reflexion des Raumes, der sich zwischen einer Hand und einem berührten Gegenstand auftut, von zentraler Bedeutung für die Formfindungen Penones. So kann die menschliche Haut als Landschaft erscheinen, die Rinde eines Baumes zu Haut und der Raum zwischen einem Gegenstand und den ihn umschließenden Händen zum Ausgangspunkt einer Serie von Skulpturen werden.

In Berlin zeigen wir eine Skulptur der Serie Geometria nelle mani (Geometria nelle mani – ovale, 2005), die eine perfekt geometrische Form aus Edelstahl mit einer rauen, fast formlosen Struktur aus Bronze kontrastiert. Eine Serie von Fotografien desselben Titels gibt Aufschluss über die Idee der Skulptur. Sie zeigen im Negativ ein Händepaar, das jeweils eine geometrische Form umschließt, wobei der freibleibende Raum zwischen den Händen und dem Objekt im Negativ jeweils hell erleuchtet aufscheint. Die Kontur genau dieses Raumes bildet den Ausgangspunkt für die Skulpturen. Vielfach vergrößert wird dieser Raum in Bronze gegossen. Der so entstandenen Form wird dann die entsprechende geometrische Edelstahlform hinzügefugt, die in ihrem Innern wiederum die verkleinerte Form der Hände und des von Ihnen umschlossenen Raumes enthält. Als Ganzes offenbart die Skulptur komplexe Bezüge zwischen positiver und negativer Form, zwischen Berührung, Oberfläche und Volumen und kann daher als grundsätzliche Reflexion wesentlicher Aspekte von Skulptur im Sinne Penones gelesen werden.

Neben den Arbeiten der Werkserie ‚Geometria nelle mani’ zeigen wir zwei großformatige Bilder aus dem Zyklus ‚Pelle di Grafite’ (2006) und die Arbeit ‚Pelle di marmo’, in der die Adern einer Marmorplatte freigelegt sind und in ihrer dreidimensionalen Form der menschlichen Physiognomie erstaunlich nahe kommen."

(Pressetext: Konrad Fischer Galerie)

 
Vernissage am 09.09.2011 ab 18:00 Uhr
Konrad Fischer Galerie Berlin
Konrad Fischer Galerie

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Lindenstraße 35

10969 Berlin

Tel: +49 (0) 30 / 505 968 20

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Web: http://www.konradfischergalerie.de

Öffnungszeiten

Di - Sa 11 - 18 Uhr

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