17.09.2011 - 29.10.2011
Blake Rayne
"Raynes Arbeiten wurden seit 1996 in Einzelausstellungen in New York, Miami, Paris und London sowie in verschiedenen Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt in der Kunsthalle Bergen, Norwegen, in The Kitchen, New York und in der Langen Foundation, Neuss. Es ist seine erste Ausstellung in Berlin. Raynes Eleganz wird an seiner Nähe zur Banalität gemessen. Um es anders zu formulieren: Die kontrollierten Analogien, die Rayne inszeniert, sind, um mit Duchamp zu sprechen 'infra mince'. David Lewis, frieze 2008
Die Ausstellung in der Capitain Petzel Galerie wird Raynes bislang größte Einzelausstellung sein. Blake hat in den letzten Jahren in der US-amerikanischen und französischen Kunstkritik viel Lob erfahren, und seine Arbeiten sind mittlerweile in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen, wie dem Museum of Modern Art, New York und FRAC Fonds Regional d'Art Contemporain vertreten.
'Meine Haltung zum Medium Malerei und meine eigene Identifikation als Maler werden durch eine Praxis organisiert, die mit den materiellen Bedingungen der Malerei arbeitet und gleichzeitig versucht, diese Bedingungen zu verändern. Ich beginne mit einer Orientierung, die diese Begriffe 'Maler' und 'Malerei' als 'Zeichen' erachten würde, das heißt, dass sie 'Fiktionen' sind. Diese Haltung behauptet, dass Malerei nicht durch irgendeine positivistische, statische oder ahistorische Definition bestimmt ist, die die Malerei als neutrale Form oder rein visuell-optisches Phänomen charakterisieren würde. Das Zeichen 'Malerei' soll als Ort verstanden werden, der ständig durch linguistische, institutionelle und physische Verhältnisse geformt wird.'
Blake Rayne Statement
Blake Raynes Arbeit untersucht die abstrakte Malerei im Kontext der Konzeptkunst und balanciert dabei gleichzeitig am Rande zur chromatischen Reduktion und des ready-made. Für die Ausstellung in Berlin wird Rayne mit dem Raum, in dem die Werke gezeigt werden, in Interaktion treten und dazu eine Beziehung aufnehmen. Die Ausstellung, die Rayne zur Zeit in seinem New Yorker Studio vorbereitet, wird ihre endgültige Form erst annehmen, wenn der Künstler nach Berlin reist und das Konzept vor Ort fertig stellt.
Diese konzeptuelle Vorgehensweise, die den Kontext und die Wahrnehmung des Kunstwerks betont, ist typisch für Raynes Ansatz. Im Katalogtext für die Gruppenausstellung System Analysis in der Langen Foundation 2011, an der Blake Rayne teilnahm, bezeichnet die Kuratorin Christiane Maria Schneider diesen Ansatz als wesentliches Merkmal der teilnehmenden Künstler. Alle beziehen sich auf die moderne Malerei, doch unterminieren sie zugleich die konventionelle Art diese zu betrachten: Sie analysieren das System der Kunst, indem sie seine Grundlagen und Bestandteile untersuchen: Statt Motiven, Bildinhalten oder ikonografischen Bezügen treten Technik, Produktion und Präsentation in den Vordergrund. Auf diese Weise wird die Aufmerksamkeit umgelenkt und die Bilder und Objekte dienen vor allem als Instrumente, die den Blick öffnen für die Netzwerke, deren Teil sie sind.
Christiane Maria Schneider"
(Pressetext: Capitain Petzel Galerie)

Karl-Marx-Allee 45
10178 Berlin
Tel: +49 (0) 30 / 240 881 30
Fax: +49 (0) 30 / 240 881 318
Web: http://www.capitainpetzel.de
Öffnungszeiten
Di - Sa 11 - 18 Uhr

