Benefiz-Laden in London

Miranda July eröffnet interreligösen Charity Shop

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Die Künstlerin, Schauspielerin und Drehbuchschreiberin Miranda July eröffnet am Donnerstag in London den ersten interreligiösen Charity-Laden in Großbritannien

Die Auftragsarbeit der Londoner Kunstorganisation Artangel befindet sich in der Londoner Filiale der Kaufhauskette Selfridges in der Oxford Street. In der britischen Hauptstadt soll es über 10.000 solcher Läden geben, in denen für wohltätige Zwecke Kleidung verkauft wird. Julys Geschäft allerdings ist der erste interreligiöser Chartity Shop in ganz Großbritannien. In ihm arbeiten vier religiöse Hilfsorganisationen: Islamic Relief, Jewish charity Norwood, London Buddhist Centre und der Spitalfields Crypt Trust. Die Einkünfte werden paritätisch verteilt, wobei jede Hilfsorganisation wiederum 2,5 Prozent ihrer Einkünfte an eine weitere Charity-Organistaion ihrer Wahl weitergeben.

Bis zum 22. Oktober werden Second-Hand-Kleidung, Bücher, Spiele, DVDs, Küchengeräte, Spielzeug, Dekoration und weiterer Krimskrams verkauft. "Seit vielen Jahren wollte ich einen Laden als Kunstwerk kreieren, um von dem partizipatorischen Gedanken, der dem Kommerz innewohnt, Gebrauch zu machen", sagt Miranda July in einem Statement. "Als ich das erste Mal nach London kam, in meinen Zwanzigern, war ich erstaunt über die schiere Menge an Charity Shops. Doch erst jetzt, nachdem ich mit Artangel diesen Shop eingerichtet habe, verstehe ich, welch ein radikales ökonomisches Modell diesen Läden zugrunde liegt."

Die 43-jährige US-Amerikanerin wurde in Deutschland vor allem durch Filme wie "The Future" und "Ich und du und alle, die wir kennen", sowie den Kurzgeschichtenband "Zehn Wahrheiten" bekannt. Sie zeigte aber auch Performances in Museen und Biennalen.

Foto: Stuart  C. Wilson/Stuart Wilson/Getty Images

Foto: Stuart C. Wilson/Stuart Wilson/Getty Images

Miranda July (vierte von links) mit den Verkäuferinnen Yasmin Wall, Diana Ngonyama, Latifa Rahman, Natasha Hodes und Abhayanandi

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