Fotograf

Oliver Rath mit 38 Jahren gestorben

ANZEIGE

Seine Bilder galten als erotisch, provokant, urban – Oliver Rath fotografierte viele Prominente, setzte aber auch Unbekannte in Szene. Nun starb er mit nur 38 Jahren

"Für ihn ließen die Promis die Hüllen fallen" - so heißt es in etlichen Tweets und Facebook-Posts zum Tod des Star-Fotografen Oliver Rath. Er starb in der Nacht zum Freitag im Alter von nur 38 Jahren. Das bestätigte sein Management der Deutschen Presse-Agentur am Samstag, zuerst hatte "Bild.de" darüber berichtet. Der Fotograf hinterlässt zwei Kinder und seine Partnerin. Zu den Umständen seines Todes wollte sich die Familie nicht äußern.

Rath wurde 1978 in Heidelberg geboren und eröffnete 2012 in Berlin-Mitte seine eigene Galerie. Er war unter anderem für seine Aktfotografie bekannt. Und er fotografierte viele Prominente - etwa Modeschöpfer Karl Lagerfeld, Fußball-Bundestrainer Joachim Löw, Schauspieler Jürgen Vogel und Sophia Thomalla. Diese drückte ihre Trauer bei Instagram aus: Sie postete ein Foto von sich und Rath - mit einem gebrochenem Herz-Symbol dazu.

Ein von Sophia Thomalla (@sophiathomalla) gepostetes Foto am


"Abschied einer Seele von Mensch" steht auf Raths offizieller Website. "Schweren Herzens nehmen wir viel zu früh Abschied von Oliver Rath. Olli war eine begnadete Seele - als Künstler und als Mensch - egal ob in Freiburg oder Berlin. Ollis Tod reißt ein Loch in die Herzen seiner Familie und seiner Freunde." Zahlreiche Bewunderer, Freunde und Bekannte drückten ihre Trauer in einem Online-Kondolenzbuch aus.

Die "Süddeutsche Zeitung" beschrieb Raths Bilder als «oft roh und oft erotisch», der SWR beschrieb seine Arbeit einmal als "wild, trashig, aufreizend". 2012 hatte Rath das Plakat zum SWR3-New-Pop-Festival entworfen. Er brachte sich das Fotografieren selbst bei, zuvor hatte er als DJ gearbeitet.

Der Schauspieler Wilson Gonzalez Ochsenknecht schrieb am Sonntag bei Twitter: "Fassungslos und Sprachlos. Mir fehlen die Worte. Lebe wohl mein guter Freund."

Drucken

ANZEIGE

Weitere Artikel aus Interpol