Kunst-Biennale in Venedig

Türkischer Künstler Erek: Keine gute Zeit in der Türkei

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Der Künstler Cevdet Erek ist bei der Gestaltung des türkischen Pavillons auf der Venedig-Biennale auch auf die aktuell schwierige Zeit in seinem Heimatland eingegangen.

Auf ihn sei von Seiten der Regierung kein direkter Druck ausgeübt worden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Venedig. Es gebe aber so viele Menschen, die unterdrückt würden. "Generell ist es überhaupt keine gute Zeit." Viele Künstler hätten das Land verlassen. Er wolle aber in Istanbul bleiben. Im Vergleich zu den wirklich unterdrückten Menschen könne er sich nicht beklagen.

In dem Pavillon zeigt Erek (geboren 1974) eine architektonische Soundinstallation mit dem Titel "ÇIN", die eine sehr subtile Wirkung hat. Ein Zaun deutet Grenzen und Gefangensein an. Aus Lautsprechern kommen verschiedene Sounds, die manchmal wie Zirpen, dann wieder wie Schüsse klingen. Auf Türkisch kommt Geflüster, das im Begleitheft auf Englisch übersetzt lautet: "drummer in the battlefield scene, a momentary hesitation in her hand, may the war end."

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