"We don’t need another hero"

10. Berlin Biennale gibt Titel und Ausrichtung bekannt

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Die 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst will sich unter dem Titel "We don’t need another hero" mit den "anhaltenden Ängsten und Sorgen in unserer heutigen Zeit" auseinandersetzen

Das gab die Kuratorin Gabi Ngcobo und ihr Team am Dienstag bekannt. "Ausgehend von Europa, Deutschland und Berlin als einer Stadt, die mit der Welt im Dialog steht, stellt sich die 10. Berlin Biennale dem aktuell weitverbreiteten Zustand einer kollektiven Psychose. Mit dem Verweis auf Tina Turners Song We Don’t Need Another Hero aus dem Jahr 1985 nehmen wir Bezug auf eine Zeit unmittelbar vor großen geopolitischen Verschiebungen, die mit Regimewechseln und neuen historischen Protagonist*innen einhergingen."

Die Berlin Biennale wurde 1998 gegründet. Die 10. Ausgabe zeigt vom 9. Juni bis zum 9. September Kunst im KW Institute for Contemporary Art und an anderen, noch nicht bekannten Orten in der Stadt. Die Biennale will diesmal "das politische Potenzial von Strategien der Selbsterhaltung" erkunden, heißt es weiter. "Dabei verweigert sie sich jedoch starren Wissenssystemen und standardisierten historischen Narrativen, die zur Entstehung toxischer subjektiver Sichtweisen beitragen. Stattdessen interessieren wir uns für alternative Konfigurationen von Wissen und Macht, die Widersprüche und Komplikationen zulassen."

Gabi Ngcobo wird bei "We don’t need another hero" unterstützt von einem kuratorischen Team, dem Moses Serubiri, Nomaduma Rosa Masilela, Thiago de Paula Souza und Yvette Mutumba angehören. Die Berlin Biennale wird mit 3 Millionen Euro von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

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