Eröffnungen in Art-Cologne-Woche

Glückliche Fledermaus

Huang Yong Ping im Museum Ludwig und Andro Wekua im Kölnischen Kunstverein: Das sind die wichtigsten Eröffnungen zur Art-Cologne-Woche

Huang Yong Ping sei alles gleichzeitig, hat der Kurator Hou Hanru mal gesagt: "Künstler, Magier, Wahrsager, Alchemist, Heiler, Lehrer, Philosoph und Schriftsteller." Jetzt bekommt der 1954 in China geborene Künstler den Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig verliehen. Die dazugehörige Ausstellung eröffnet pünktlich zur Art Cologne am Dienstag, 12. April, um 18.30 Uhr.

Huang Yong Ping, der in seinem Werk Dada mit Buddhismus verbindet, war einer der einflussreichsten Künstler der chinesischen Kunstavantgarde der 80er-Jahre. 1989 war er in der einflussreichen Ausstellung "Ma giciens de la Terre" im Pariser Centre Pompidou vertreten, nach dem Massaker an Tiananmen-Platz blieb er in Frankreich. Das Museum Ludwig nennt nun seine Arbeit "Bat Project I–II" sein Eigen. Sie beschäftigt sich mit dem Zusammenstoß eines US-amerikanischen Spionageflugzeugs, das ein Fledermauslogo auf dem Heck trug, mit einem chinesischen Kampfjet. In China, so eine bittere Pointe des Ereignisses, stehen Fledermäuse für Glück.

Eine weitere spannende Schau verspricht der Kölnische Kunstverein, wo der 1977 in Georgien geborene Andro Wekua neue Arbeiten entwickelt. Wekua, der mittlerweile in Berlin lebt, entführt die Betrachter in geheimnisvolle Traumwelten und spielt mit der Funktionsweise des persönlichen und des kollektiven Gedächtnisses. Seine Zeichnungen und Malereien, Installationen und Filme nutzen vor allem Bilder, die sie aus ihrem Kontext reißen und zu neuen, surrealen Kombinationen zusammenstellen (ab 15. April; Eröffnung am 14. April ab 19 Uhr).