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Die Zukunft riecht nach Salzwasser und Plastik

Zwischen recycelten Wasserkanistern und ozeanischen Klanglandschaften entwirft der philippinische Künstler Leeroy New im Berliner Futurium eine begehbare Zukunft der Meere – und verbindet dabei globale Klimakrisen mit ganz persönlichen Geschichten

Mit seinem raumgreifenden Werk verwandelt der philippinische Künstler Leeroy New die erste Sonderausstellung des Berliner Futuriums auf 150 Quadratmetern in eine spekulative Zukunftswelt: Zwischen fantastischer Mangrovenlandschaft und künstlicher Insel eröffnet sich eine ozeanische Atmosphäre, die gleichermaßen fasziniert wie irritiert. Sie lädt Besucher:innen dazu ein, über Anpassungsfähigkeit, Kreativität und den Umgang mit Ressourcen nachzudenken. 

Der Einsatz wiederverwerteter Materialien – 450 gespendete Wasserkanister aus Berliner Betrieben, gesammelte Flaschen sowie Naturmaterialien – macht sichtbar, wie sehr Land und Meer, Mensch und Umwelt verbunden sind. News Installation "Balangay Spacecraft" ist ein ästhetischer Erfahrungsraum zum Zuhören, Beobachten, Lernen und Diskutieren von Meereszukünften. 

Zwischen der Ostsee und den Philippinen

"Ocean Futures" fragt nach den Zukünften der Meere – und nach unserer Rolle darin. Denn so gewaltig die Ozeane erscheinen, so verletzlich sind sie zugleich. Klimawandel, Überfischung, Artenverlust, Verschmutzung und geopolitische Spannungen bedrohen ihr Gleichgewicht.

Ausstellungsansicht "Ocean Futures", Futurium, Berlin 2025
Foto: Stefanie Loos

Ausstellungsansicht "Ocean Futures", Futurium, Berlin 2025

 

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Geschichten zweier Fischerfamilien: Edgar und Sauda Casihan aus Batangas (Philippinen) sowie Jan und Erik Meyer aus Schleswig-Holstein. Ihre Erzählungen über das Leben am Meer, ihre Sorgen, Hoffnungen und Träume verweben sich mit der Installation: Die Familienmitglieder werden zu "Meeresbürger:innen", die zeigen, dass die Ozeane nicht nur Ressource sind, sondern gleichsam Quelle von Kultur, Identität und Zukunftsgestaltung.

"Ocean Futures" zeigt, wie eng unsere Lebensweisen mit dem Schicksal der Meere verflochten sind. Die Ausstellung verknüpft die Ostsee, ein empfindliches, von Industrienationen intensiv genutztes Binnenmeer, mit den Philippinen, einem Inselstaat mit enormer Biodiversität und zugleich eine der am stärksten vom Klimawandel bedrohten Regionen der Welt. Obwohl über 10.000 Kilometer zwischen ihnen liegen, sind beide Regionen durch viele Gemeinsamkeiten verbunden. Die Meere sind keine isolierten Räume, sie vereinen Kulturen, Menschen und Geschichten.

Das philippinische The Mind Museum, Kooperationspartner von "Ocean Futures", zeigt zeitgleich eine Ausstellung zu den Zukünften der Meere. Über das "Ocean Citizen Portal" können sich die Besucher:innen live zwischen Berlin und Manila austauschen.

Über Leeroy New

Leeroy New ist ein multidisziplinärer Künstler. Seine groß angelegten immersiven Installationen, Kostüme sowie kollaborativen Performances und Videoarbeiten basieren auf Konzepten des Weltenbaus, der Mythenbildung und des sozialen Wandels. Naturmaterialien, Fundstücke und allerlei Ausrangiertes verwandelt er in Bilder einer möglichen Zukunft.

So verbindet er das moderne philippinische Leben mit vorkolonialer Mythologie und Umweltbewusstsein. Seit 2008 präsentiert New seine unverwechselbare philippinische Science-Fiction-Kunst in Nordamerika, Australien, Europa und Asien. Seine Arbeiten waren bereits im Palais de Tokyo, im Somerset House in London und auf internationalen Biennalen und Triennalen – etwa in Sydney, Honolulu, Busan, Fukuoka, Singapur, Setouchi, Lahore und Ulaanbaatar – zu sehen. 

Futurium, Haus der Zukünfte
Foto: David von Becker, © Futurium

Futurium, Haus der Zukünfte

 

Über das Futurium

Das Futurium in Berlin ist ein innovatives "Haus der Zukünfte“, bei dem die Frage "Wie wollen wir leben?" im Mittelpunkt steht. Es gehört zu den fünf bestbesuchten Museen Berlins. Das Futurium versteht sich als Ort des Nachdenkens und Austauschs über die großen Herausforderungen und Chancen für unsere Zukunft. Die Dauerausstellung ist in drei Bereiche unterteilt: Mensch, Natur und Technik. Neben Ausstellungen mit lebendigen Szenarien gibt es ein Lab zum Ausprobieren und ein Veranstaltungsforum für den gemeinschaftlichen Dialog.