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*WESTSTERN 2026 – Neues Licht auf Kunstvereine

Olivier Goethals "IS, WILL BE", 2025
Foto: Carla Hamacher

Olivier Goethals "IS, WILL BE", 2025

Wie ein neuer Förderpreis die Kunstvereine NRWs als treibende Kräfte der Gegenwartskunst stärkt

Es war mehr als eine Preisverleihung: Als im Herbst 2025 im Düsseldorfer K20 zum ersten Mal der *WESTSTERN-Förderpreis vergeben wurde, war spürbar, dass hier ein neues Kapitel der Kunstförderung aufgeschlagen wurde. *WESTSTERN richtet den Fokus bewusst auf die Kunstvereine – jene Orte, an denen Gegenwartskunst entsteht, diskutiert wird und gesellschaftliche Resonanz erzeugt. Orte, die nicht den Mechanismen des Marktes folgen, sondern diese kritisch beleuchten. 


Der *WESTSTERN geht in die zweite Runde

Für 2026 hat die Jury elf Kunstvereine nominiert – von Aachen bis Heinsberg, von Münster bis Köln. Die Auswahl verdeutlicht die Vielfalt einer lebendigen Kunstlandschaft: Der Kölnische Kunstverein untersucht in der Ausstellung "Der Magen Europas" Brüssel als urbanen, politischen und historischen Resonanzraum; die Simultanhalle befasst sich mit Formen einer "Protestarchitektur"; der Kunstverein Siegen verwandelt ein leerstehendes Gebäude in ein soziales Experimentierfeld; der Kunstverein Emmerich erforscht mit "Mothertongue" die Weitergabe künstlerischer Ausdrucksformen zwischen Mutter und Tochter. Hier wird nicht nur Kunst präsentiert, hier wird verhandelt, wie Gesellschaft sich selbst entwirft. 

Kunst als Haltung, Kuratieren als Haltung 

"Die Kunstvereine in NRW setzen ästhetische und inhaltliche Maßstäbe", sagt Bettina Klein, Geschäftsführerin von *WESTSTERN. Sie bewegen sich souverän zwischen künstlerischem Schaffen und gesellschaftlicher Verantwortung, und das mit einer Haltung, die internationale Aufmerksamkeit verdiene. Genau dort setzt *WESTSTERN an: Er stärkt nicht nur Projekte, sondern auch die Räume, in denen künstlerische Experimente entstehen. In drei Kategorien – Jahresprogramm, Ausstellung und Engagement – werden Ansätze ausgezeichnet, die ästhetische Neugier mit gesellschaftlicher Wirkung verbinden. 

Auch Jury-Mitglied Prof. Georg Imdahl betont: Der Preis unterstütze all jene, die Gegenwartskunst produzieren, vermitteln und Menschen dafür begeistern.

Netzwerk statt Solo-Bühne 

Für Initiator Jan Fischer ist der Preis vor allem ein strukturpolitischer Impuls: "*WESTSTERN will Strukturen stärken, neue Formen kultureller Teilhabe ermöglichen und Impulse für eine zukunftsgerichtete Kulturförderung setzen." Diese Dynamik markiere einen Paradigmenwechsel – weg von einer Kunstförderung als Top-down-Instrument hin zu einem partnerschaftlichen Ansatz, der Kunstvereine als Teil eines kollektiven Ökosystems versteht. 

Aneta Rostkowska von der Temporary Gallery, die zusammen mit Kolleginnen aus Siegen und Bielefeld im Verbundprojekt Übermorgen daran arbeitet, solidarische und nachhaltige Praxen für Kunstvereine zu entwickeln, bestätigt, wie zeitaktuell die Förderung von *WESTSTERN ist: Die Förderung 2025 habe im entscheidenden Moment ihrem Team der Temporary Gallery Motivation gegeben, weiterzumachen. 

Kunstvereine als Rückgrat der Zukunft

"Die Kunstvereine sind das Rückgrat der zeitgenössischen Kunst in NRW", sagt Julia Reich, Programmleiterin von *WESTSTERN. Ihre strukturellen Bedingungen stünden jedoch selten im Verhältnis zu ihrer kulturellen Bedeutung. Genau darin liege die kulturpolitische Sprengkraft: *WESTSTERN mache jene Institutionen sichtbar, die den Diskurs tragen, aber nur über begrenzte Mittel verfügen. Die Förderung kann dabei flexibel eingesetzt werden: für die Modernisierung von Räumen, die Honorierung von Mitarbeitenden oder die Realisierung von Projekten, die sonst nicht möglich wären. 

Dr. Stefanie Kreuzer, Direktorin des Kunstmuseums Mülheim und Jury-Mitglied, betont: "In einer Kulturpolitik, die nach messbaren Resultaten fragt, sind Kunstvereine Orte der Resilienz, getragen von gesellschaftlichem Gemeinsinn." Gerade weil sie relevant, aber strukturell verletzlich seien, brauche ihr experimentelles Arbeiten Unterstützung. 

Gemeinsam Zukunft gestalten 

Mit einem Fördervolumen von 90.000 Euro und der Expertise einer unabhängigen Jury setzt *WESTSTERN ein deutliches Signal: Kunstförderung kann als kooperatives Modell funktionieren; nämlich als eines, das kuratorische Sensibilität, künstlerische Vision und gesellschaftliches Engagement gleichermaßen stärkt. 

Wenn der Preis im September 2026 im Rahmen der DC Open in Köln vergeben wird, steht daher mehr auf dem Spiel als eine Würdigung einzelner Projekte. Es geht um ein neues Verständnis kultureller Infrastruktur: darum, Kunstvereine als Schlüsselakteure der Gegenwart anzuerkennen – als Orte, an denen gesellschaftliche Relevanz und künstlerisches Experimentieren ineinandergreifen. 

In NRW, so scheint es, geht der *WESTSTERN auf – und sein Licht fällt auf jene Orte, an denen die Zukunft der Kunst bereits Form annimmt.