Der von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung geförderte Aica-Preis für junge Kunstkritik ist mit 12.000 Euro dotiert und richtet sich an Schreibende bis 35 Jahre. Das Preisgeld wird über ein Jahr in monatlichen Stipendien von 1000 Euro ausgezahlt.
Die Jury würdigte Steph Holl-Trieus "präzise Beobachtung" und ihr "außergewöhnliches Sprachempfinden". Grundlage waren ihre Ausstellungsbesprechungen, die unter anderem bei "Texte zur Kunst" und dem "PW-Magazine" erschienen sind. Weiter heißt es, man wolle die 1995 geborene Autorin angesichts "verschärft prekärer Arbeitsbedingungen" ausdrücklich zum Weiterschreiben ermutigen.
Mit dem Preis will der Aica-Verband nach eigener Aussage innovatives kunstkritisches Denken und Schreiben unter den Bedingungen der medialen Gegenwart bekannter machen und Autorinnen und Autoren fördern, die mit experimentellen, poetischen oder theoretischen Texten die Konventionen der Kunstrezeption hinterfragen. Frühere Preisträgerinnen waren Sophia Roxane Rohwetter (2024) sowie Anne Küper und Alicja Schindler (2025).