Berlin

Alte Nationalgalerie feiert 150 Jahre mit Skandal-Gemälde

Besucher der Alten Nationalgalerie in Berlin vor dem Gemälde "Mors Imperator" der Malerin Hermione von Preuschen
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Besucher der Alten Nationalgalerie in Berlin vor dem Gemälde "Mors Imperator" der Malerin Hermione von Preuschen

Die Alte Nationalgalerie begeht das Jubiläum ihres Gebäudes – und präsentiert ein Werk, das einst als Majestätsbeleidigung galt

Mit einem umfangreichen Programm hat die Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel den 150. Geburtstag ihres Gebäudes gefeiert. Zahlreiche Führungen zu verschiedenen Themen samt einiger Überraschungen wurden kostenlos angeboten. Am Nachmittag sollte die Kabinettausstellung "Skandal! Hermione von Preuschen und der Mors Imperator" präsentiert werden.

Am 22. März 1876 wurde das Gebäude der Nationalgalerie auf der Museumsinsel feierlich von Kaiser Wilhelm I. eröffnet. Der aktuelle Jahrestag fällt in die fünf Jahre währenden Feierlichkeiten zum 200. Jubiläum der Museumsinsel Berlin. Jedes Jahr steht ein anderes Museum im Mittelpunkt, 2025 war es das Alte Museum.

Am Vormittag übergab daher Martin Maischberger, Direktor der im Alten Museum ansässigen Antikensammlung, symbolisch einen Staffelstab an Anette Hüsch, Direktorin der Alten Nationalgalerie.

"Der Tod ist der Herrscher" im Fokus

Die Kabinettsausstellung nimmt ein Gemälde in den Fokus, das schon den Kunstbetrieb im jungen Kaiserreich in Atem gehalten habe, hieß es. 1887 sorgte das spektakuläre Bild in Berlin für eine Sensation: "Mors Imperator" (übersetzt: "Der Tod ist der Herrscher"), gemalt von der Künstlerin Hermione von Preusschen (1854–1918).

Das Werk galt als Majestätsbeleidigung von Kaiser Wilhelm I., der bereits 90 Jahre alt war. Die Jury der Königlichen Akademie der Künste wies es zurück. Daraufhin habe es die Malerin in eigener Regie ausgestellt und einen großen Publikumserfolg erzielt. Die Alte Nationalgalerie zeige dieses lange als verschollen geglaubte Gemälde nun erstmals wieder öffentlich und stelle die damals prominente Künstlerin dem heutigen Publikum vor.